Beiträge mit dem Schlagwort „Punk“

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Lesestoff:
Afrikanischer Punk und gefühlvolle Zombies

Datum: 13. März 2012 |  Meinungen: 1 Kommentar »
Thema: Design & Webdesign, Fotografie & Film, Lesestoff, Medien, MusikSchlagwörter: , , ,

Interessantes aus meiner Leseliste der vergangenen Wochen: Caschy verlost Technik, Curt Hopkins entdeckt den afrikanischen Punk, Cole Schreiber interpretiert den Zombie-Film neu – und Bertram Gugel findet, dass der Medienwandel auch vor dem Fernsehen nicht Halt macht.

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Malcolm McLaren: vom Punk-Impresario zum Medienkünstler

Datum: 18. Februar 2009 |  Meinungen: Kommentare deaktiviert für Malcolm McLaren: vom Punk-Impresario zum Medienkünstler
Thema: Design & Webdesign, MusikSchlagwörter: , , ,

Er ist der große Manipulator der Popmusik, doch um seinen tatsächlichen Einfluss entbrennen energisch geführte Streitereien: die Rede ist von Malcolm McLaren, jenem Künstler, Musiker und Musik-Manager, der 1975 die Karriere der britischen Punk-Band Sex Pistols anfeuerte und so einen wichtigen Beitrag dazu leistete, dass aus einer kleinen Musikszene ein internationales Musikphänomen werden konnte. Seine tatsächliche Rolle wird dabei, je nach Interessenlage der Quelle, zwischen „die Sex Pistols sind McLarens Vehikel, seine studentischen Ideen des Situationismus zu realisieren“ und „McLaren ist nicht mehr als ein Manager“ beschrieben.

Heute arbeitet McLaren als Künstler in New York und Paris. Seine aktuellen Projekte sind die Videoinstallation „Shallow 1-21“, in der er Ausschnitte aus Amateur-Sexfilme aus den 60ern collagenhaft zusammenschneidet, um die melancholische Einsicht zu bearbeiten, dass der jugendliche Trieb oft nicht befriedigt werden kann – seiner Ansicht nach ein Grundimpuls von Popmusik. Nächstes Jahr wird zudem sein Musical über das Leben von Christian Dior zu sehen sein. Im De:Bug-Magazin gibt es ein lesenswertes Interview mit McLaren, Standbilder aus der Shallow-Reihe gibt es bei artnet, und bei Facebook kann man McLaren seinen Ansatz bei „Shallow 1-21“ erklären hören.

Das interessanteste an seiner Idee: er verwendet die Szenen, die die Amateurschauspieler zeigen, bevor sie Sex haben. So wird seine Arbeit eher zu einer Studie darüber, was in den Köpfen der Menschen in dieser Situation vorgeht, verknüpft mit den Gedanken, die einem frustrierter Zuschauer dabei durch den Kopf gehen.

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Lesung im Lübke: Trust-Macher Dolf Hermannstädter über den Hardcore-Lebensstil

Datum: 04. Februar 2009 |  Meinungen: Kommentare deaktiviert für Lesung im Lübke: Trust-Macher Dolf Hermannstädter über den Hardcore-Lebensstil
Thema: Musik, Trier & LuxemburgSchlagwörter: , , , , , ,

Dolf Hermannstädter, besser bekannt als Hardcore-Aktivist und Herausgeber des renommierten Trust-Fanzines, wird heute Abend, 4. Februar 2009, im Trierer Café Lübke aus seinem aktuellen Werk „Got Me? Hardcore-Punk Als Lebensentwurf“ lesen. Hermannstädter, der sich seit 1986 mit seinem Fanzine um die Hardcore- und Punk-Szene verdient gemacht hat, versammelt darin alle Kolumnen, die im Trust zwischen 1986 und 2007 erschienen sind. Er betont in einem Interview, dass es bei Punk und Hardcore um mehr gehe als Musik, eben um einen Lebensentwurf.

Also folgende Werte und Verhaltensweisen gehören da meiner Meinung nach definitiv dazu: vegetarische Ernährung, atheistisch und fair sein, ehrlich sein (denen gegenüber, die es „verdienen“), Kritikfähigkeit haben, bewusst bzw. gar nicht konsumieren, Wiederbenutzen bzw. Wiederverwerten, Autos vermeiden, Rad fahren, Leute nicht nach ihrer Herkunft, ihrer „Rasse“ ihres Geschlechts, oder gar ihres Aussehens beurteilen. Sondern an ihren Handlungen/Denkweisen, also was sie tun oder glauben. Den Umweltschutz praktizieren, eigenen Geschmack in jeder Hinsicht haben bzw. zu entwickeln und bei all dem den Spaß nicht vergessen! (Dolf Hermannstädter über den Hardcore-Lebensstil)

Im Anschluss an die Lesung wird es Gelegenheit geben, mit dem Autor über seine Haltung zu sprechen. Doch egal, wie man zu vereinzelten Punkten steht, sicher ist, dass Hermannstädter wie kaum ein zweiter in Deutschland die Spannbreite überblickt, die Punk und Hardcore umfassen und die so gerne ignorant übersehen wird. Somit dürfte die Lesung eine gute Gelegenheit sein, mit einem kompetenten Gesprächspartner in eine Diskussion zu kommen, die ein tieferes Verständnis für eine extrem einflussreiche Musik in Aussicht stellt.