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« Vorherige EinträgeKostenlose EP von Cults: zuckeriger Indie-Pop
Von Björn Rohles am 16. April 2010 um 11:01
Jemand Lust auf neue Musik? Ich jedenfalls immer. Ich empfehle die EP von Cults, die es kostenlos zum Download gibt. Drauf sind drei Stücke, alle verträumter Indie-Pop mit Glockenspiel und Kinderchören. Ich liebe “Go Outside” mit seiner unverschämten Eingängigkeit, wenn sich über ein unidentifizierbares Stimmengewirr (Bahnhofshalle?) Madeline Follins zärtliche Lyrics erheben.
Ansonsten gibt’s noch “Most Wanted”, in Musik gegossene Zuckerwatte, und “The Curse”, auf dem ein quäkender Chor Follins langsamem Gesang antwortet und sägende Gitarren einer verwegenen Orgel die Klinke in die Hand geben.
Ghostly Essentials Rarities One: Neun Stücke aus der DJ-Kiste
Von Björn Rohles am 27. März 2010 um 15:03
Es wird mal wieder Zeit für eine neue musikalische Entdeckung: das coole, kostenlos erhältliche “Ghostly Essentials – Rarities One” (E-Mail-Adresse nötig), eine liebevoll zusammengestellte Sammlung von seltenen Aufnahmen aus dem Katalog des Ghostly-Labels. Schöne DJ-Kleinode, aber lest (und hört!) selbst:
- Aeroc – “Daisy Chains”: Schönes, entspanntes Stück mit einem glockig perlenden Synthesizer und Pluckern im Hintergrund. Würden Smoothies aus Musik bestehen, so würden sie klingen.
- Audion – “Bend Her”: Was ganz Anderes. Der Beat rollt los, ziemlich straight, schon hundertmal so gehört. Dann werden langsam zerhackte Vocals reingemischt, eine HiHat tritt hinzu, viel mehr geschieht nicht. Geht dann plötzlich über in…
- Ben Benjamin – “Desk Has Been Tabled”: Mein Favorit auf dem Album. Der Synthie perlt, das Echo perlt zurück, dazu ein cooler Beat. Alles zu komplexen, sich stetig verändernden Strukturen zusammengebaut, immer wieder kommt ein rhythmisches Element hinzu, ändert den Charakter des Stücks, tritt wieder zurück oder wird von der nächsten Melodie überlagert.
- Matthew Dear – “Don’t Go This Way”: Ein wimmernder Chor im Wettstreit mit einer sehr viel dominanteren männlichen Stimme.
- Michna – “Quadruple Gold Dipped”: Rhythmusbetontes Stück, das schön die Variationsbreite einer einfachen Sammlung nur weniger Beat- und Vocal-Versatzstücke aufzeigt, garniert mit einigen spacigen Laser-Effekten.
- Midwest Product – “Belgian”: Irgendwie unheilvoll, finde ich. Ein fieser Synhiesound löst sich langsam in einem treibenden Beat auf, bevor er ebenso unheilvoll zurückkehrt, nach Auflösung wartet, die schließlich in Form des Beats zurückkehrt. EIn ständiger Wechsel, stetiges Auf und Ab. Wie ein dunkler Schatten in der Disko.
- Mobius Band – “The Loving Sounds Of Static (Junior Boys Remix Instrumental)”: Ich liebe die Mobius Band einfach. Die Echo-Effekte sind Weltklasse, perlen sich in meinen Gehörgang, setzen sich dort fest. Dazu ein entspannter Beat, und zwischendrin ein Break zur Abwechslung. Bestehen gute Gerichte nicht immer aus wenigen Zutaten?
- Outputmessage – “Mettle”: Mein zweiter Favorit auf dem Album. Der zerhackte Beat erinnert mich irgendwie an Aphex Twin, nur viel softer. “Mettle” heißt Mut/Courage, und so klingt das Stück auch. Forsch und aufgeweckt, kulminiert es in einem schönen Finale, in dem sich Klangschicht auf Klangschicht türmt, um dann wieder langsam abzusacken. Übrig bleibt der nackte Beat.
- The Sight Below – “Blown”: Manche Stücke liebt man schon für ihren Anfang. So wie dieses. Cineastisch! Dann ein Herzschlag, der immer lauter wird. Viel mehr geschieht nicht. Hypnotisch.
Download-Tipp: Chilliger Electro aus Mexiko von Vate
Von Björn Rohles am 26. September 2008 um 09:33
Und wieder so ein freies Album, das sich in meine Gehörgänge windet und dort einfach nicht mehr heraus möchte: Cachonda von Vate. Unter dem Moniker verbirgt sich ein mexikanischer DJ und Producer, der seine Alben über das Internet per Creative Commons und – in besserer Tonqualität – CD vertreibt. Cachonda ist eine Sammlung verschiedener Electronic-Stücke, die er im Dezember 2007 veröffentlicht hat. Hier eine kurze, persönliche Beschreibung der enthaltenen Stücke:
- Extranjero (Sin patria): Die schnellste Nummer direkt zum Anfang, sogar tanzbar. Fiebsig, drängend, ungeduldig.
- Stravinsky (variaciones): Variationen über Stravinsky, den berühmten russischen Komponisten? Vielleicht, auf jeden Fall aber der Beweis für europäische Einflüsse auf das Werk des mexikanischen DJs. Zu hören gibt es bedrohliche Streicher über atmosphärischen, metallisch anmutenden Beats.
- Cachonda: Entstanden zusammen mit dem Remix für den Film “Cumbia Cachonda”, getragen von einem perkussiven Beat, schleicht sich der Track hypnotisch in die Ohren des Hörers. Seinen Zauber erhält er durch die stetig hinzugemischten und wieder weggenommenen Spuren, die immer neue Variationen schaffen.
- Kukita (Electro remix): Ein elektronischer Beat trifft auf fiebrige Synthie-Sounds und scheinbar zufällig eingestreute, leise Vocals.
- Cachonda (Foreplay): Naturgemäß ähnlich dem dritten Track, aber zurückgenommener und mit feinen Echo-Effekten versehen. Eine Stilmischung zwischen Electro und Dub.
Alles in allem eine schöne Sammlung nicht zu aufdringlicher Electro-Tracks. Die Stücke gibt es zum kostenlosen Download auf der Homepage des Musikers, die CD lässt sich dort ebenfalls bestellen. Zudem können weitere Werke des Künstlers entdeckt werden, der mittlerweile in Barcelona lebt [via Free Albums Galore].
Fantastischer, zeitgemäßer HipHop zum Download: Worldwide Renewal
Von Björn Rohles am 15. September 2008 um 15:58
Neben vielen schönen Einzelsongs läuft mir hin und wieder ein komplettes Album als kostenfreier Download über den Weg, das mich derart begeistert, das ich unbedingt darüber schreiben möchte. Zuletzt geschehen mit der Kollektion von Coverversionen von Okkervil River, gelingt es nun schon seit längerem dem Download-Album Worldwide Renewal. Dort gibt es fantastischen, zeitgemäßen HipHop, der mich an die Zeit erinnert, als mich HipHop noch begeistern konnte. Und weil’s so schön ist, gibt’s hier eine kleine Besprechung der einzelnen Songs. Hören kann man dann auch direkt hier. Den ganzen Beitrag lesen »
Mit dem Musikbrowser Songbird auf der Suche nach neuer Musik
Von Björn Rohles am 28. August 2008 um 12:31
Songbird, die iTunes-Alternative auf Open-Source-Basis, bietet zahlreiche Funktionen, die eine Nutzung parallel zu iTunes sinnvoll machen: der integrierte Musik-Browser eignet sich hervorragend, um neue Musik zu entdecken, ohne dass die Stücke umständlich in die iTunes-Bibliothek importiert und bei Bedarf wieder herausgelöscht werden müssen.
Die Herausforderung: einfaches Anhören neuer Musik
Neben Last.FM und ähnlichen Diensten gibt es eine Vielzahl von Blogs in meinem RSS-Reader, die aktuelle Stücke empfehlen. Bei manchen lassen sich die Stücke streamen (sehr schön), bei anderen muss man jedoch erst die Datei herunterladen. Die muss ich dann in meine Musiksammlung importieren, anklicken und bei Nichtgefallen wieder löschen. Sehr umständlich. Ich brauche also eine einfache Möglichkeit, Songs herunterzuladen und anzuhören, ohne dass sie direkt in meiner iTunes-Bibliothek landen. Den ganzen Beitrag lesen »
Bloc Party veröffentlichen neues Album … übermorgen
Von Björn Rohles am 19. August 2008 um 11:30
Die britischen Indie-Rocker Bloc Party haben ihr drittes Album Intimacy angekündigt. Wie in Zeiten des Webs schon fast üblich, handelt es sich um eine Blitzveröffentlichung: heute angekündigt, am 21. August ab 9 Uhr zum Download verfügbar. Zu beziehen ist das Album vorerst ausschließlich über die Website der Band, die reguläre CD kommt am 28. Oktober. Die Preise sind dabei äußerst fair: der Mp3-Download kostet in Europa 5 £. [via Tonspion]
Intro verschenkt Songs
Von Björn Rohles am 30. Juni 2008 um 01:12
Die Musikzeitschrift “Intro” hat in Zusammenarbeit mit iTunes die Rubrik “Lieblingslieder” ins Leben gerufen. Dort werden jeden Monat neu aktuelle Songs zum kostenlosen Download angeboten. Den Anfang machen Künstler auf den Labels City Slang und Cooperative Music. Mit dabei: die belgischen Indie-Rocker DeUS, Martha Wainwright (genau, die Schwester von Rufus), die Elektroniker Simian Mobile Disco und die fantastischen The Notwist. Go and get it!
Mobius Band: Indiepop und Ironie
Von Björn Rohles am 25. Mai 2008 um 09:13
Als ich vor einigen Wochen über die Radiohead-OK X-Tributes bloggte, wurde ich auf sie aufmerksam: Mobius Band (Foto von Emily Keegin im Pressebereich des Labels). Damals haben sie mich mit ihrer eigenwilligen Interpretation vom “Subterranean Homesick Alien” beeindruckt: das todtraurige Original wurde zum stampfenden, irgendwo zwischen Drum’n'Bass und Indiepop gelegenen Stück mit Echoschleifen und atmosphärisch wabernden Klängen. Den ganzen Beitrag lesen »
Gedanken zwischen Olivier Messiaen und Moody
Von Björn Rohles am 24. Mai 2008 um 13:31
Dieses Jahr, am 10. Dezember, jährt sich zum hundertsten Mal der Geburtstag eines der bekanntesten Komponisten des letzten Jahrhunderts. Olivier Messiaen, in Avignon geboren, hat kategorisch musikalische Begriffe wie Modi und Skalen abgelehnt und verfolgte ein anderes Konzept: er beschrieb Assoziationen von Farben und Musik, im Fachjargon Synästhesie genannt. Auf dieser Annahme hat er seine Kompositionen aufgebaut – einen Höreindruck gibt es mit einem Klick auf den Pfeil () oder zum Download bei Olivier Messiaen auf Last.fm.
Eine faszinierende Idee, diese Farbassoziationen. Wer sich schon mal mit Komposition beschäftigt hat, kennt das Problem, hinter die Theorie- und Begriffvielfalt zu steigen. Vielleicht sind die Farbmetaphern genau der fehlende Baustein, der das Komponieren vereinfachen kann. Weg von der undurchschaubaren Begrifflichkeit und hin zu einem direkteren Ausdruck von dem, was Musik eigentlich ist: Gefühl und Intuition.
Doch auch abseits von eigener Komposition findet man die unglaubliche Verkopfung der Musik. Nach welchen Kriterien hört man eigentlich Musik? Richtig, nach Gefühl und Intuition. Man wählt einfach gerade das, was dem momentanen Geschmack entspricht. Programme wie iTunes ordnen Musik aber nicht nach Geschmack, sondern nach Interpreten, Stilen oder Titelname, aus denen man sich dann die gewünschte Musik zusammenklicken kann. Das muss doch irgendwie… intuitiver gehen.

iTunes, im Vordergrund Moody: Musik nach Stimmung kategorisieren
Genau dort setzt Moody an: ein kleines Addon für iTunes, das es einem erlaubt, Musik nach Stimmung zu verschlagworten. Anschließend kann man dann je nach Wunsch in automatisch rausgesuchter Musik seiner tiefen Depression oder ausgelassenen Feierlaune fröhnen. Als Visualisierung der Stimmung dienen – und da schließt sich der Kreis – Farben. Auch wenn sich der Meister das mit seinem System so sicher nicht gedacht hat: Die Assoziation lag einfach nahe in meinem Kopf. Und jetzt: Messiaen hören und Moody installieren. Jorni Ende.
Cover-Aufnahmen von Okkervil River
Von Björn Rohles am 22. Mai 2008 um 10:26
Manchmal versauert ein Eintrag im eigenen Feedreader, der erst Monate später gelesen wird. So ist es mir jedenfalls gegangen, als ich im Vorweihnachtsstress den Eintrag über Okkervil River im Free Albums Galore-Feed übersehen habe. Gestern bin ich darauf gestoßen, und heute muss ich darüber bloggen.
Okkervil River sind eine amerikanische Indie-Band, die letztes Jahr zu Weihnachten Cover-Aufnahmen von so unterschiedlichen Interpreten wie Randy Newman oder Joni Mitchell aufgenommen hat – während sie auf Tour war. Die Interpretationen sind ruhige, eindringliche Akustikversionen der Songs, getragen von Will Sheffs Stimme. Die Arrangements sind komplex, aber nicht überladen. Es gibt auch einen einzigen eigenen Song (“Listening to Otis Redding at Home During Christmas”). Das Album gibt es unter dem Namen Golden Opportunities zum kostenlosen Download.
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Peter Kröner mit einigen Gedanken zu seiner Stundensatz-Umfrage unter Webworkern. Auch in den Kommentaren gibt es interessante Anregungen. - Selbständige, Angestellte und der Stundensatz
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Metacritic tut das, was der Name andeutet: Metareviews von Filmen, Spielen, Musik. Wisdom of the Crowd für Reviews. - MP3 der Woche – Kraków Loves Adana
Schöne düstere Musik von Kraków Loves Adana, entdeckt bei Nicorola und für gut befunden. - Hamish Hamilton: Five Dials
Literatur von Musikern: In der neuen Ausgabe des Five Dials Magazins schreiben Musiker von Ryan Adams bis LCD Soundsystem. Schön im PDF-Format zum Ausdrucken oder auf dem eBook-Reader lesen.
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