Beiträge zum Thema „Fotografiegeschichte“
Hier finden Sie alle Beiträge, die ich zum Thema „Fotografiegeschichte“ geschrieben habe. Anmerkungen zu den Beiträgen gerne in die entsprechenden Kommentare.
Hier finden Sie alle Beiträge, die ich zum Thema „Fotografiegeschichte“ geschrieben habe. Anmerkungen zu den Beiträgen gerne in die entsprechenden Kommentare.

Wie kann Software uns helfen, kreativer zu sein und auf neue Ideen zu kommen?
Auf die Idee einer kreativen Software bin ich vor einiger Zeit gekommen, als ich mir die Polaroid-Simulationssoftware Poladroid angeschaut habe (eine Auswahl von damit entstandenen Bildern gibt es im Flickr-Poladroid-Pool). Zuerst hielt ich sie für grausam. Der Grund: sie simulierte in meinen Augen zu gut. Mühsam mussten Bilder in ein digitales Polaroid-Konterfei gezogen werden, damit man ein braunes Teil erhielt, aus dem sich langsam ein Bild herausschälte. Hat man es mit der Maus vorzeitig angefasst, konnte es passieren, dass man Fingerabdrücke auf dem Bild hat. Und natürlich konnte man die Entwicklung vorzeitig stoppen, aber nicht etwa, indem man in einem Menü einen Schieberegler an die gewünschte Stelle geschoben hat. Nein, es musste ein Klick sein, zu der Zeit, an der man die Entwicklung stoppen wollte. Zu ungenau für mein Photoshop-verwöhntes Fotografenherz, so etwas konnte einem doch nicht gefallen. Den ganzen Beitrag lesen »
Meistens braucht es nicht mehr als eine gute Idee. Wie die von Mike Stimpson, der aus Leidenschaft Bilder von Lego-Figuren macht und Klassiker der Fotografie-Geschichte damit nachbaut. Zu finden in seinem Flickr-Fotoalbum, dort gibt es auch Links zu den Originalen. Aber dann könntet ihr ja nicht bei meinem Fotorätsel mitmachen, und wer will das schon…? Lösungsvorschläge werden in den Kommentaren angenommen, wenn ihr mögt. Alle Bilder sind von Mike Stimpson unter einer Creative Commons-Lizenz veröffentlicht worden. Das Rätsel gibt es nach dem Sprung.

Zonezero: journalistisch gut gemachtes und fundiertes Online-Fotografie-Magazin mit (leider) unzeitgemäßer technischer Umsetzung
Der Fotografieinteressierte findet im Web allerhand Seiten, die sich mit seinem Thema beschäftigen. Dabei fällt jedoch eines auf: die meisten sind ziemlich technikfixiert, vorrangig in Zusammenhang mit Photoshop-HowTos. Dagegen ist eigentlich nichts einzuwenden, allerdings bleiben die kreativen Aspekte dieser Kunst dabei häufig auf der Strecke. Zudem vergisst man leicht, darüber nachzudenken, was diese Kunst eigentlich bedeutet. Wer sich laufend fragt, wie er etwas tun kann, vergisst darüber nachzudenken, was er eigentlich tun will.
Umso schöner ist es dann, wenn man dann ein Online-Fotografie-Magazin findet, das sich genau diese Aspekte auf die Fahne geschrieben hat: Zonezero, verfasst in englisch und spanisch. Pedro Mayer schafft hier mit seinem Team in wenig zeitgemäßer Technik (kein RSS-Feed! komplizierte Navigation! Frames!) immer wieder lesenswerte Beiträge, von denen ich einige Favoriten hier herausstellen möchte.
Any work shown here should have as its most important merit, not how it was done but why. (Editorial von Zonezero) Den ganzen Beitrag lesen »

Fotografie von William Hope aus dem Archiv des National Media Museums: ein Mann trifft auf den Geist seiner verstorbenen Frau
Es ist immer wieder erstaunlich, welche interessanten Blüten man so entdeckt, wenn man sich ein bisschen in der Fotografiegeschichte umsieht. Meine neueste Entdeckung: Spirit Photography. Dabei handelt es sich um eine seltsame Praxis, die Geister auf Film sichtbar machen wollte. Technisch arbeitete man mit Doppelbelichtungen, über die die “Geister” auf die Fotografie gelegt wurden. Als erster Spirit Photograph gilt William H. Mumler, der schon in den 1860er Jahren mit der Kamera auf Geisterjagd ging. Wer mehr wissen möchte, findet eine interessante Einführung ins Thema bei prairieghost.com. Geisterfotografie hat einen zweispältigen Stand: einerseits handelt es sich eindeutig um manipulierte Bilder, andererseits sollten sie die Existenz von Geistern beweisen und Verbindung zu den Hinterbliebenen schaffen.
Bei den Flickr Commons gibt es eine interessante Sammlung von Geisterphotographien aus dem Archiv des National Media Museum in Bradford, West Yorkshire. Sie wurden gemacht von William Hope (1863-1933), einem Fotografen, der sich ab 1905 der Spirit Photography zuwandte und einen eigenen Geisterfotografen-Kreis gründete. Ein Zitat aus der Beschreibung illustriert eindrucksvoll, wie Geisterfotografen gearbeitet haben:
A woman’s face appears in a ‘misty’ cloud to the right of the man – identified as that of his deceased first wife. Hope may have already held her photograph in his studio, or he may have asked the man to supply her photograph under the pretence of using the image to contact the spirit world. (Beschreibung des Bilds bei Flickr)
William Hope gilt den einen als wahrer Meister der spirituellen Fotografie, den anderen aber als Scharlatan, der gläubigen Kunden das Geld aus der Tasche ziehen wollte.
Chris und Boris vom (übrigens sehr empfehlenswerten) Happy-Shooting-Podcast tingeln im Augenblick über die Photokina und haben ein Interview mit Steven Sasson organisiert. Sasson hat mit seinen Entwicklungen für Kodak im Dezember 1975 die erste digitale Fotokamera entwickelt, ein noch recht klobiges Gerät mit einer Auflösung von sage und schreibe 100×100 Pixeln. Aufgezeichnet hat es auf digitale Magnetbänder.
Das Interview dauert knapp über 8 Minuten und bietet einen ersten Einblick in die noch recht bescheidenen Anfänge einer Technologie, die heute selbstverständlich geworden ist.
Nach den Folgen zum Brooklyn Museum und der Bibliothèque de Toulouse sowie zur Library of Congress geht die kleine Flickr-Commons-Reihe in die dritte Runde. Diesmal dabei: Das George Eastman House mit einem besonderen Schwerpunkt auf den Daguerreotypisten Southworth und Hawes. Den ganzen Beitrag lesen »
Nachdem die Library of Congress ihre Werke als Commons bei Flickr eingestellt hat, sind mittlerweile einige weitere Sammlungen dazugekommen. Einige Höhepunkte habe ich hier kurz herausgesucht. Weitere folgen.
In der Sammlung des Brooklyn Museum gibt es Einblicke in die Aufnahmen, die William Henry Goodyear zwischen 1895 und 1914 auf Forschungsexpeditionen in verschiedenste Teile der Welt gemacht hat. Dazu zählen eindrucksvolle Glasdias von ägyptischen Bauten oder Landschaften und dem täglichen Leben. Aufnahmen wie diese waren in der Reisefotografie nicht selten.
Außerdem gibt es handkolorierte Fotografien von der Pariser Weltausstellung 1900. [via Flickr-Blog]

Aus der Sammlung des Brooklyn Museum: der Palace of Optics bei der Pariser Weltausstellung 1900, handkoloriert
In der Sammlung der Bibliothèque de Toulouse sehen wir Szenen aus dem Leben in den Pyrenäen um 1900. Da gibt es Aufnahmen aus der Stadt Luchon, von Spaziergängen und Klettertouren in den Bergen oder von Messen und Festivitäten. [via Flickr Blog]
Schon letzte Woche im Happy Shooting-Podcast, aber dennoch erst jetzt hier erwähnt: die amerikanische Library of Congress ist dabei, seine Sammlung öffentlich bei Flickr Commons ins Netz zu stellen. Für den Nutzer bedeutet das: endloses Stöbern in wertvollen historischen Aufnahmen. Den ganzen Beitrag lesen »
Medienwissenschaftler, Blogger, Journalist, Musikfan, Fotograf, Webworker. In ständig wechselnder Reihenfolge. Lebt in Digitalien.