Konzerttipps für die Region Trier und Luxemburg:
Tanz durch den Mai

Datum: 05. Mai 2013 |  Meinungen: Kommentare deaktiviert für Tanz durch den Mai
Thema: Musik, Trier & LuxemburgSchlagwörter: , , , , , , , , , , , , ,

Nach längerer Pause wird es höchste Zeit, dass ich wieder einmal von mir lesen lasse – mit musikalischen Ausgehtipps für den Monat Mai geht es los. Klasse Alternative HipHop von Astronautalis, weltmusikalische Exkursionen oder Drum’n’Bass mit Rudimental – und mein Monats-Highlight spielt im beschaulichen Schweich.

Ausklang des Printemps Musical

Seit März dürft ihr euch im Rahmen der multikulturellen Konzertreihe „Printemps Musical“ durch Luxemburg lauschen – die letzten Konzerte der Reihe gibt es im Wonnemonat Mai. Ana Moura habe ich euch im Februar schon vorgestellt – sie spielt am 5. Mai erneut in der Region, diesmal im Luxemburger Conservatoire. Alternativ steht am 14. Mai noch der Auftritt von Baba Sissoko aus Mali an.

Klaviertastatur, von Sonnenstrahlen beschienen
Gern gehörter Gast auf den Bühnen der Region: das Klavier (Bild: piano sunlight, ein Foto unter Creative Commons Attribution Share-Alike (2.0) von mararie)

Härter geht es bei Encypher zur Sache (10. Mai, Exhaus) – die Band aus der Eifel feiert die Veröffentlichung ihres neuen Albums „3rd Eye Supernova“. Mein Hörnerv wird davon nicht getroffen, aber das kann bei euch anders sein – und regionale Bands unterstützt man sowieso. Am gleichen Tag, aber an anderer Stelle (Eisenbahnhalle Losheim) gibt es Irish Folk von den Kilkennys zu hören – auch davon etwas auf die Ohren in der Playlist.

Aufnahme des Alternative HipHoppers Astronautalis
Alternative-HipHop-Geheimtipps im Mai: Astronautalis (Bild: „Astronautalis“ von Megan Thompson, CC BY SA)

Äußerst eingängig finde ich Skip the Use aus Frankreich. In der Playlist findet ihr die Single „Cup of Coffee“, ein ungeheuer treibendes Stück in gerade einmal 2:51 Minuten – alles drin, mit stadiontauglichen „Wohooo“-Gesängen und einer interessanten Bridge. Astronautalis (17. Mai, Exhaus) verbindet Indie Rock mit spannendem Alternative HipHop und hätte damit gute Chancen auf den Status meines Monats-Favoriten, wenn der nicht schon vergeben wäre. Nicht entscheiden konnte ich mich bei den Beatboxern Bauchklang (30. Mai, Tufa) – deshalb gibt es einfach zwei Songs in der Playlist.

Highlights des Monats in Schweich: Ambient mit Ólafur Arnalds und Obertongesang von Huun-Huur-Tu

Ólafur Arnalds umgeben von Instrumenten
Seltener Gast in Schweich: Ólafur Arnalds (Bild von theorb, Public Domain)

Mein Favorit für diesen Monat kommt aus Island und spielt am 12. Mai in der Synagoge Schweich: Ólafur Arnalds, der mich mit seinen melancholischen Klängen zwischen Klassik und Ambient durch die letzten Monate begleitet hat. Wenn ihr mehr über seine Arbeitsweise erfahren wollt, schaut euch einmal die schöne Dokumentation „Press Pause Play“ an, in der es um Kreativität und digitale Kultur geht. Zwei Songs habe ich euch in die Playlist gesetzt: „For Now I Am Winter“, weil das der Titelsong des neuen Albums ist; sowie „Gleypa Okkur“, weil ich dieses Stück einfach liebe.

Wo wir gerade über das beschauliche Städtchen Schweich sprechen: Dort gibt es musikalisch noch einige andere Entdeckungen zu bieten. Fabian von Wegen (18. Mai, Synagoge Schweich) gehört zur Riege der jungen deutschen Singer-Songwriter, auf dem traurigen „Frau Meyer und Herr Schulz“ stellt er die Frage danach, wie wir eigentlich unsere Zeit verbringen. Interessant dürfte auch der Auftritt von Huun-Huur-Tu (25. Mai) werden, die die Schweicher Synagoge mit Obertongesang erfüllen werden.

Jazz mit Gary Burton und Drum’n’Bass mit Rudimental

Für Freunde und Freundinnen gepflegter Jazz-Unterhaltung gäbe es das Tingvall Trio, das blöderweise parallel zu Ólafur Arnalds auftritt (12. Mai, St. Maximin). In der Playlist findet ihr das melodiöse „Nimis“. Eine Alternative wäre das New Gary Burton Quartet am 14. Mai im Conservatoire Luxemburg. Der amerikanische Vibraphonist hat gerade sein neues Album „Guided Tour“ veröffentlicht (mit „Jane Fonda Called Again“).

Elektronik darf natürlich auch nicht fehlen: Über Rudimental bin ich den letzten Tagen immer wieder gestolpert – „Spoons“ gibt euch einen guten Eindruck von ihrem Drum’n’Bass, und am 20. Mai sind sie im Atelier. Spannend finde ich außerdem den Support Parachute Youth.

Was sonst noch?

Außerdem sind mir die folgenden Konzerte noch aufgefallen:

  • Tanita Tikaram (11. Mai in St. Maximin; Soul)
  • Pandora’s Bliss (19. Mai im Exhaus; Grunge)
  • Colin Hay (29. Mai im brunnenhof; Rock)
  • The Late Call (30. Mai im Studihaus an der Uni; Singer-Songwriter)
  • CocoRosie (30. Mai in der Rockhal/Esch; Freak Folk)
  • Ralph Brauner (31. Mai im brunnenhof; Blues)
  • Mastodon (2. Juni im Atelier; Metal)

 

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