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	<title>jorni.de &#187; Medien</title>
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		<title>Apps, Responsive Webdesign und mobile Kommunikation</title>
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		<pubDate>Thu, 17 May 2012 11:14:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Rohles</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vergangene Woche trafen sich Kreative und Medienmenschen aus der Region auf Schloss Niederweis zum zweiten Media-Day – auch ich war mit einem Vortrag über Apps dabei. Nun wird es Zeit, die Veranstaltung Revue passieren zu lassen und euch an den vielfältigen Vorträgen teilhaben zu lassen. Freut euch auf Apps für den Tourismus, Responsive Webdesign und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3399" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/05/media-day-ausruestung.jpg"><img class="size-large wp-image-3399" title="Ausrüstung auf dem Media-Day 2012" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/05/media-day-ausruestung-550x252.jpg" alt="Tablet-PC und zwei Mikrofone liegen auf einem Tisch" width="550" height="252" /></a><p class="wp-caption-text">Utensilien für einen Tag unter Medienschaffenden</p></div>
<p>Vergangene Woche trafen sich Kreative und Medienmenschen aus der Region auf Schloss Niederweis zum zweiten Media-Day – auch ich war mit einem <a title="Entstehung einer mobilen App für mittelständische Unternehmen" href="http://jorni.de/2012/05/10/entstehung-einer-mobilen-app-fur-mittelstandische-unternehmen/">Vortrag über Apps</a> dabei. Nun wird es Zeit, die Veranstaltung Revue passieren zu lassen und euch an den vielfältigen Vorträgen teilhaben zu lassen. Freut euch auf Apps für den Tourismus, Responsive Webdesign und die Auswirkungen mobiler Kommunikation.</p>
<p><span id="more-3378"></span></p>
<p>Um den Rahmen nicht vollends zu sprengen, werde ich zwei Teile aus meinem Text machen. Heute geht es um den medienpraktischen Teil der Veranstaltung. In naher Zukunft erscheint dann der eher politische Teil, der sich auf den Ausbau der Breitbandversorgung bezieht.</p>
<h2>Markus Ludwig: eine App für den Tourismus</h2>
<object type='application/x-shockwave-flash' wmode='opaque' data='http://static.slideshare.net/swf/ssplayer2.swf?id=12893986&doc=smartguide-dassmartphonealsgstefhrer-120511075021-phpapp01' width='560' height='459'><param name='movie' value='http://static.slideshare.net/swf/ssplayer2.swf?id=12893986&doc=smartguide-dassmartphonealsgstefhrer-120511075021-phpapp01' /><param name='allowFullScreen' value='true' /></object>
<div id="attachment_3397" class="wp-caption alignright" style="width: 285px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/05/media-day-markus-ludwig.jpg"><img class="size-medium wp-image-3397" title="Markus Ludwig auf dem Media-Day 2012" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/05/media-day-markus-ludwig-275x222.jpg" alt="Markus Ludwig von audiobits mit einem Mikrofon" width="275" height="222" /></a><p class="wp-caption-text">Markus Ludwig hatte eine App für den Tourismusbereich im Gepäck</p></div>
<p>Markus Ludwig von <a title="Audiobits-Webseite" href="http://audiobits.de/">Audiobits</a> stellte die iOS-App <a title="Webseite zur Smart Guide App" href="http://smart-guide.de/">Smart Guide</a> vor. Damit können Touristen einen audiovisuellen Stadtrundgang unternehmen. Dabei wurden zwei Touren angespielt. Besonders interessant: „Auf heißer Spur“, ein Medienprojekt mit einer Trierer Grundschule, bei der die beteiligten Kinder selbst gesprochen haben. Das wirkte sehr sympathisch, insbesondere die einfach gehaltenen Zeichnungen hatten echten Stil. Ein wenig störte mich die Tatsache, dass die Einführungen nicht animiert sind, sondern als gesprochener Text über statischen Bildern vorliegen – wobei der visuelle Reiz hier vielleicht bewusst herausgenommen ist, damit man die Texte beim Wandern hören kann.</p>
<h2>Thomas Vatheuer: Buzzword-Bingo und Denkanstöße</h2>
<p>Diplom-Journalist und Radiomann Thomas Vatheuer referierte über die Frage, wie die mobile Kommunikation das Denken und Handeln der Menschen verändert. Ein augenzwinkerndes Statement stand am Anfang: „Wenn aus der Cloud ein Shitstorm wird, kann nur die App den FlashMob zur Hilfe holen“. Das macht natürlich überhaupt keinen Sinn, verdeutlicht aber ganz gut, welche Rolle Buzzwords in unseren Diskursen über Medien spielen.</p>
<div id="attachment_3398" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/05/media-day-thomas-vatheuer.jpg"><img class="size-large wp-image-3398" title="Thomas Vatheuer auf dem Media-Day 2012" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/05/media-day-thomas-vatheuer-550x418.jpg" alt="Radiomoderator Thomas Vatheuer mit Mikrofon vor einer Leinwand" width="550" height="418" /></a><p class="wp-caption-text">„Wenn aus der Cloud ein Shitstorm wird, kann nur die App den FlashMob zur Hilfe rufen“: Radio-Moderator Thomas Vatheuer</p></div>
<p>Vatheuers Vortrag war eine kurzweilige Auseinandersetzung mit Vor- und Nachteilen des Social Web. Auf der positiven Seite hob er den Aspekt vor, dass wir im Netz voneinander lernen und miteinander arbeiten – „Du bist, was du teilst“. In der öffentlichen Kontrolle durch die Community sah er eine Rückkehr der Disziplin. Garniert wurde das Ganze mit einer Reihe größtenteils bekannter Beispiele – Instagram als Fotosharing-Dienst, Runtastic als soziale Lauf-Plattform – mitsamt Motivationsschub durch Wettläufe gegen Freunde.</p>
<p>Als Minus-Aspekte sprach der Moderator davon, der öffentliche Pranger sei wieder da. Außerdem würde das Netz uns vergesslich machen und dazu führen, uns bei der Lösungssuche im Netz zu verlieren. Hierbei bezog sich Vatheuer auf potenziell spannende Forschungen, die er jedoch während seines Vortrags leider nicht nannte. Spannend war auch seine Feststellung, dass Depressionen zunähmen, und dass dies vielleicht mit dem Netz zusammenhängen könne. Kleiner Tipp in dieser Richtung: Lars Weiler stellt vor ein paar Tagen die Frage, <a title="Die Hackerethik als Ursache für Depressionen?" href="http://konvergenzfehler.de/2012/04/30/die-hackerethik-als-ursache-fur-depression/">inwiefern Depressionen mit der Hackerethik zusammenhängen könnten</a>. Da ich zwischen Hackerethik und Netzreputation gewisse Parallelen sehe, wäre das ein spannender Anknüpfungspunkt.</p>
<h2>Kay Spiegel: Responsive Webdesign, die große Unbekannte</h2>
<div id="attachment_3396" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/05/media-day-kay-spiegel.jpg"><img class="size-large wp-image-3396" title="Kay Spiegel auf dem Media-Day 2012" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/05/media-day-kay-spiegel-550x373.jpg" alt="Kay Spiegel erläutert mit ausschweifenden Gesten" width="550" height="373" /></a><p class="wp-caption-text">Kay Spiegel brachte die hohe Kunst des Webdesigns in das barocke Schloss Niederweis.</p></div>
<p><a title="Blog von Kay Spiegel" href="http://www.kayspiegel.de/">Kay Spiegel</a>, der seinen <a title="Vortrag von Kay Spiegel auf media-day.de" href="http://media-day.de/wp-content/uploads/2012/05/vortrag-media-day-responsive-design.pdf">Vortrag als PDF bereitgestellt</a> hat, referierte über technische Grundlagen mobiler Webgestaltung. Dass dabei durchaus noch Nachholbedarf ist, zeigt sich direkt am Anfang: Kaum jemand wusste mit den Begriffen „Responsive Webdesign“ und „Mobile First“ etwas anzufangen. Beiden gemein ist die Idee, dass es im Webdesign keine Rahmen mehr gibt. Vielmehr passen sich Webseiten dynamisch an den verfügbaren Platz an („Responsive Webdesign“). Weitere Optimierung kann man erreichen, indem man bei der Konzeption mit den kleinen Geräten anfängt („Mobile First“), um die Datenmenge minimal zu halten und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.</p>
<p>Anders als in früheren Zeiten, als über Filter spezielle Mobilversionen angesteuert wurden, basiert responsives Webdesign auf identischer Datenbasis. Spannende Beispiele gibt es auf <a title="Beispiele für resonsive Webdesign" href="http://mediaqueri.es/">mediaqueri.es</a> – so heißt auch die CSS-Technik, die zur Realisierung responsiver Designs eingesetzt werden kann.</p>
<p><strong>Lizenzhinweis</strong>: Die Präsentation von Markus Ludwig ist von der CC-Lizenz des Beitrags und der Bilder ausgenommen.</p>
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		<title>Entstehung einer mobilen App für mittelständische Unternehmen</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 17:35:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Rohles</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute habe ich auf dem Media-Day über die Entstehung einer mobilen Applikation gesprochen. Hier findet ihr den Vortrag, lizensiert unter Creative Commons BY SA. Slideshare erlaubt euch den Download als Keynote-File, alternativ gibt es die Präsentation hier im PDF-Format: Entstehung einer mobilen App für mittelständische Unternehmen Ein ausführlicher Beitrag über den Media-Day – insbesondere über die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3324" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/05/media-day-namenskarten.jpg"><img class="size-large wp-image-3324" title="Namenskarten vom Media-Day 2012" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/05/media-day-namenskarten-550x330.jpg" alt="Nahaufnahme unterschiedlicher Namenskarten vom Media-Day 2012" width="550" height="330" /></a><p class="wp-caption-text">Beim Media-Day 2012 trafen sich Medienschaffende verschiedener Bereiche auf Schloss Niederweis.</p></div>
<p>Heute habe ich auf dem Media-Day über die Entstehung einer mobilen Applikation gesprochen. Hier findet ihr den Vortrag, lizensiert unter <a title="Lizenz des Vortrags" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/">Creative Commons BY SA</a>.</p>
<p><span id="more-3316"></span></p>
<object type='application/x-shockwave-flash' wmode='opaque' data='http://static.slideshare.net/swf/ssplayer2.swf?id=12881832&doc=vortrag-apps-120510112806-phpapp01' width='560' height='459'><param name='movie' value='http://static.slideshare.net/swf/ssplayer2.swf?id=12881832&doc=vortrag-apps-120510112806-phpapp01' /><param name='allowFullScreen' value='true' /></object>
<p>Slideshare erlaubt euch den Download als Keynote-File, alternativ gibt es die Präsentation hier im PDF-Format: <a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/05/app-entstehung-media-day-2012.pdf">Entstehung einer mobilen App für mittelständische Unternehmen</a></p>
<p>Ein ausführlicher Beitrag über den Media-Day – insbesondere über die Vorträge der anderen Redner – folgt, sobald ich meine Notizen sortiert und im Kopf geordnet habe.</p>
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		<title>Facebook als Mittel für bessere Stadtplanung?</title>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2012 23:22:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Rohles</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die SPD-Fraktion im Trierer Stadttag lud gestern Abend zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Facebook in der Stadtplanung“ in die ehrwürdigen Barockhallen des Kurfürstlichen Palais. Klar, dass ich da sein musste. Zu hören gab es viele spannende Aspekte des Themas – doch bei liquid democracy verschenkte man eine Chance. „Facebook in der Stadtplanung“ hatte vor einigen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die SPD-Fraktion im Trierer Stadttag lud gestern Abend zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Facebook in der Stadtplanung“ in die ehrwürdigen Barockhallen des Kurfürstlichen Palais. Klar, dass ich da sein musste. Zu hören gab es viele spannende Aspekte des Themas – doch bei liquid democracy verschenkte man eine Chance.</p>
<p><span id="more-3271"></span></p>
<div id="attachment_3295" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/05/facebook-mauer.jpg"><img class="size-large wp-image-3295" title="Like This." src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/05/facebook-mauer-550x367.jpg" alt="Gefällt-mir-Symbol auf eine Mauer gesprüht" width="550" height="367" /></a><p class="wp-caption-text">Facebook – nah dran am Willen des Volks auf der Straße?</p></div>
<p>„Facebook in der Stadtplanung“ hatte vor einigen Monaten eine gewisse Brisanz, denn Ausgangspunkt der Podiumsdiskussion waren die Ereignisse rund um die Aral-Tankstelle in der Trierer Ostallee, als sich der Stadtrat nach einer Facebook-Fanpage und einer Online-Petition für eine Verlängerung des Vertrags mit dem Pächter aussprach – entgegen vorheriger Beschlüsse. Die beste <a title="„Ich hoffe nicht, dass Facebook vierte Gewalt wird“" href="http://www.16vor.de/index.php/2011/11/17/ich-hoffe-nicht-dass-facebook-die-vierte-gewalt-wird/">Zusammenfassung zum Thema</a> gibt es bei 16vor, anfangen könntet ihr mit diesem <a title="Streitgespräch zwischen Marcus Stölb und Thomas Brück" href="http://www.16vor.de/index.php/2011/11/24/facebook-ist-ein-ventil-fur-ungehorte-burger/">Streitgespräch</a>.</p>
<p>Teilnehmer der von Michael Schmitz (@<a title="Michael Schmitz auf Twitter" href="http://twitter.com/#!/volksfreundchen">volksfreundchen</a>) moderierten Diskussion waren:</p>
<div>
<ul>
<li><a title="Profil von Winfried Thaa auf der Uni-Webseite" href="http://www.uni-trier.de/index.php?id=8000">Prof. Dr. Winfried Thaa</a> von der Trierer Politikwissenschaft</li>
<li>Oberbürgermeister Klaus Jensen</li>
<li>Malu Dreyer, Sozialministerin von Rheinland-Pfalz</li>
<li>Daniel Reichert vom <a title="Webpräsenz von Liquid Feedback" href="http://liquidfeedback.org/">liquid feedback e.V.</a></li>
<li>Prof. Dr. Bernd Hamm, Soziologe, <a title="Lokale Agenda 21 Trier" href="http://www.la21-trier.de/">Lokale Agenda 21</a></li>
</ul>
<h2>Soziale Netzwerke: Chance für die Mobilisierung, aber Chance bei liquid democracy verpasst</h2>
<p>Winfried Thaa begann mit einer politikwissenschaftlichen Einschätzung des Phänomens – Facebook verändere die Formen politischer Beteiligung, zugleich jedoch betrachte er diese Entwicklung mit einer ambivalenten Einstellung. Soziale Medien böten zwar eine große Mobilisierungsmöglichkeit, eigneten sich jedoch nicht für die Findung einer quantitativen Mehrheit. Auch das Potenzial für Diskussionen auf Facebook sah der Wissenschaftler kritisch.</p>
<p>Daniel Reichert erläuterte die Zielsetzung seines Vereins: man beobachte, dass sich die Gesellschaft verändert, und versuche Antworten darauf zu finden, wie die Politik diesen Weg mitgehen könnte. Dabei sehe er einen zunehmenden Lernprozess der Politik, zugleich jedoch die offene Frage, wie mehr Menschen zur Beteiligung gebracht werden könnten.</p>
<p>Hier zeigte sich ein großes Versäumnis der Veranstalter: liquid feedback bietet mit Projekten wie der <a title="Adhocracy-Wiki" href="http://wiki.liqd.net/Adhocracy">Adhocracy-Software</a> innovative Plattformen zur Bürgerbeteiligung. Zudem kommt es in Trier nicht alle Tage vor, dass man einen Vertreter eines solchen Projekts hören kann. Umso unverständlicher finde ich, warum man die Chance nicht genutzt hat, um zu Beginn der Veranstaltung eine kurze Einführung auf einer Leinwand zu geben – ein Versäumnis, das sich in den vielen Nachfragen zum Thema zeigen sollte.</p>
<p><span style="text-align:center; display: block;"><a href="http://jorni.de/2012/05/08/facebook-stadtplanung-social-media-politik/"><img src="http://img.youtube.com/vi/nzfu7ShM_Wo/2.jpg" alt="" /></a></span></p>
<h2>Bürgerbeteiligung in Trier: Mitmachen mal fünfzehn</h2>
<p>Klaus Jensen berichtete von seinen positiven Erfahrungen mit dem <a title="Bürgerhaushalt Trier" href="http://www.buergerhaushalt-trier.de/">Bürgerhaushalt</a>, bei dem 2000 Menschen involviert seien. Insgesamt gebe es 15 Methoden der Bürgerbeteiligung in der Stadt, netzbasierte seien die jüngste Möglichkeit. Jensen begrüßte diese Entwicklung, mahnte jedoch auch, dass man die Bedeutung der Klicks gewichten müsse.</p>
<p>Ministerin Malu Dreyer interessiere sich sehr für die sozialen Medien und sei daher privat auf Facebook vertreten. In der Politik hingegen gebe es noch keine Spielregeln, gerade die sozial schwachen Schichten seien durch Beteiligungsformen schwer zu erreichen.</p>
<p>Bernd Hamm betrachte die neue Debatte um Beteiligungsformen im Netz als „Symptom des Unbehagens über die repräsentative Demokratie“. Er sehe vier Typen von Bürgerbeteiligung:</p>
<ul>
<li>Facebook: schnell, aber auch etwas belanglos</li>
<li>Bürgerbeteiligung über die Verwaltungsreform: von oben inszeniert und daher zum Scheitern verurteilt</li>
<li>Bürgerhaushalt in Trier: spannend, aber schwierig für die Beteiligung – die Stärke dieser Plattform sehe er eher in der Generierung neuer Ideen</li>
<li>erneuerbare Energien: echte Bewegung von unten</li>
</ul>
<p>Natürlich war auch die Lokale Agenda 21 ebenfalls Thema – hier habe Hamm vor allem gelernt, wie wichtig eine kleine Gruppe engagierter Mitglieder ist, die ein Projekt vorantreiben.</p>
<div id="attachment_3304" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/05/podiumsdiskussion.jpg"><img class="size-large wp-image-3304" title="Teilnehmer der Podiumsdiskussion" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/05/podiumsdiskussion-550x367.jpg" alt="Menschen sitzen auf einem Podium, im Hintergrund SPD-Schilder und ein barockes Gemälde" width="550" height="367" /></a><p class="wp-caption-text">Moderiert von Michael Schmitz (links) diskutierten Winfried Thaa, Klaus Jensen, Malu Dreyer, Daniel Reichert und Bernd Hamm (von links) über die Rolle von Facebook in der Stadtplanung – der Herr im Hintergrund hielt sich zurück.</p></div>
<h2>Fragen aus dem Publikum: Denkanstöße und Nachfragen</h2>
<p>In der Fragerunde kamen verschiedene Aspekte zur Sprache – einige davon entfernten sich etwas vom ursprünglichen Thema. Zahlreiche Fragen rief der liquid democracy e.V. auf den Plan. So erläuterte Daniel Reichert, wie die Teilnehmerinnen selbst entscheiden können, wie tief sie in die einzelnen Themen einsteigen, und erklärte, dass die Software im Netz durch visuelle Icons verdeutlicht würde. Generell betonte Reichert, man solle auf Open-Source-Software setzen, statt wirtschaftlich agierenden Unternehmen wie Facebook zu vertrauen.</p>
<p>In den verschiedenen Facetten der Antworten zeigte sich, dass die Frage nach den Vor- und Nachteilen von Anonymität bei Diskussionen und politischen Beteiligungsprozessen nicht einfach zu beantworten ist. Winfried Thaa hob hervor, dass Anonymität die Hemmschwelle für unsachliche Beleidigungen deutlich herabsetze, während Malu Dreyer von ihren positiven Erfahrungen bei Diskussionen im Netz berichtete. Daniel Reichert erklärte das Dilemma von Beteiligung im Netz: Während es ohne Authentifizierung keine Erkenntnisse über die Repräsentativität geben könne, würde eine Authentifizierung eben Anonymität gefährden und somit eine Beteiligungshürde darstellen. Klaus Jensen erzählte, dass man beim Bürgerhaushalt über diese Fragen diskutiert habe – Ergebnis sei, dass Nutzer sich zwar bei den Plattformbetreibern registrieren, nach außen jedoch ihre Anonymität wahren können.</p>
<h2>Bürgerbeteiligung: nicht in allen Bereichen</h2>
<p>Deutlich wurde in der Diskussion auch, dass nicht alle Themen gleichermaßen für eine Bürgerbeteiligung geeignet sind. Gerade die Entscheidung über Haushalte fielen nach Klaus Jensen darunter – eine Beteiligung am Weg hin zu der Entscheidung sei jedoch möglich. Winfried Thaa hob hervor, dass es Grenzen der Politisierbarkeit gebe – vielen Bürgern fehle es an dem notwendigen Wissen, und zahlreiche Entscheidungen würden im Einvernehmen getroffen. Hingegen sei alles, worin man aus guten Gründen verschiedene Ansichten haben könne, als politisch zu betrachten.</p>
<p>Spannende Denkanstöße gab es zu der Frage nach der Politikverdrossenheit. Der Politikwissenschaftler Thaa berichtete von zwei grundsätzlichen Haltungen in der Politikwissenschaft: Während die eine Fraktion Politikverdrossenheit auf ein „zu viel“ von Politik zurückführe, vertrete er gemeinsam mit der zweiten Gruppe die These, dass die Menschen das Gefühl hätten, zu wenig Einfluss nehmen zu können.</p>
<h2>Fazit: schöne Diskussion in altehrwürdigen Räumen</h2>
<p>Insgesamt ist der Trierer SPD eine gute Veranstaltung gelungen, in der viele spannende Aspekte zur Sprache kamen. Schade war insbesondere, dass liquid democracy nicht dem Publikum gezeigt werden konnte – wenn man schon einmal jemanden aus dem Verein vor Ort hat, wäre das eine dankbare Gelegenheit gewesen. So blieb mir das Gefühl, dass die Überlegungen hinter dieser Plattform den Anwesenden zu abstrakt geblieben sind.</p>
<p>Ein schönes Schlusswort, das etwas aus dem Zusammenhang gerissen mir dennoch im Kopf geblieben ist, stammt von Daniel Reichert: „Das Internet ist großartig, weil es vernetzt. Deshalb nutzt Open-Source-Software!“</p>
<p><strong>Bildnachweis</strong>: „<a title="Bildquelle" href="http://www.flickr.com/photos/ksayer/5614813296/">Facebook&#8217;s Infection</a>“ von Ksayer1, <a title="Lizenz des Bilds" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de">CC BY SA</a>;„<a title="Quelle des Videos" href="http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&amp;v=nzfu7ShM_Wo">Was ist Liquid Democracy</a>“ von der BPB, <a title="Lizenz des Videos" href="http://www.youtube.com/t/creative_commons">CC BY</a>, Teilnehmer bei der Podiumsdiskussion von Sabrina Schmitz</p>
</div>
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		<title>Ökonomie der kleinen Gewinne und Bildung für die Politik</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 10:39:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Rohles</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Leseempfehlungen aus dem April, gesammelt bei Delicious: Wie Verlage neue Geschäftsmodelle finden könnten – und warum Politik über das Social Web mit Bildung einhergehen muss. Außerdem geht es um Details im Webdesign und warum sie den Unterschied machen können zwischen einem gelungenen und einem einfallslosen Entwurf. Jonathan McIntosh geht der Geschichte der Video-Remixe nach, und Thomas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3252" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/05/alte-zeitungen.jpg"><img class="size-large wp-image-3252" title="Alte Zeitungen" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/05/alte-zeitungen-550x270.jpg" alt="Stapel vergilbter Zeitungen" width="550" height="270" /></a><p class="wp-caption-text">Bei der Suche nach Geschäftsmodellen jenseits von Papier könnten Verlage von den Konzepten aus anderen Branchen profitieren.</p></div>
<p>Leseempfehlungen aus dem April, gesammelt bei <a title="Profil von Björn Rohles bei Delicious" href="http://delicious.com/jornijorni">Delicious</a>: Wie Verlage neue Geschäftsmodelle finden könnten – und warum Politik über das Social Web mit Bildung einhergehen muss.</p>
<p><span id="more-3170"></span></p>
<p>Außerdem geht es um Details im Webdesign und warum sie den Unterschied machen können zwischen einem gelungenen und einem einfallslosen Entwurf. Jonathan McIntosh geht der Geschichte der Video-Remixe nach, und Thomas Bernhardt spricht in einem Podcast über Subjekte in der digitalen Kultur. Viel Spaß beim Lesen!</p>
<ul>
<li><a href="http://www.niemanlab.org/2012/04/the-newsonomics-of-small-things/">The newsonomics of small things</a>: Ken Doctor mit spannenden Ideen, wie Verlage neue Geschäftsmodelle finden könnten. Seiner Ansicht nach sollten sie von der Idee Abstand nehmen, auf wenige große Einnahmequellen (z.B. Werbung) zu vertrauen. Chancen sieht er in der Übernahme von Modellen mit kleineren Gewinnspannen aus benachbarten Industrien, etwa dem Freemium-Modell aus der Spielebranche oder dem Verkauf kleinerer Einheiten aus der Musikindustrie (etwa einzelner Artikel statt ganzer Zeitungen).</li>
<li><a href="http://www.16vor.de/index.php/2012/04/18/es-sollte-klar-sein-dass-der-stadtrat-das-letzte-wort-hat/">“Das wäre ein Phyrrussieg für die Demokratie”</a>: Der Trierer Politikwissenschaftler Dr. Markus Linden im Interview zum Einsatz sozialer Netzwerke in der Politik. Sehr interessant finde ich seine Faustformel, dass Bildungsdifferenzen gerade durch das Social Web zum Hemmschuh für politische Partizipation werden – bildungsarme Schichten würden dadurch zunehmend ausgegrenzt. Allerdings fehlen mir belastbare Zahlen zu dieser These, von Auswegen ganz zu schweigen. So bleibt eine spannende Denkanregung, gerade für Bildungswissenschaftler.</li>
<li><a href="http://tympanus.net/codrops/2012/04/10/successful-web-design-its-all-about-the-details/">Successful Web Design: It&#8217;s All About The Details</a>: Lesenswertes Plädoyer für Detailliebe im Webdesign – natürlich mit vielen wichtigen Designprinzipien. Auch als Schulung des eigenen visuellen Verständnisses gut zu gebrauchen.</li>
<li><a href="http://journal.transformativeworks.org/index.php/twc/article/view/371/299">A history of subversive remix video before YouTube</a>: Ein Must-Read für Kulturinteressierte: Jonathan McIntosh hat dreißig politische Video-Remixe aus der Zeit vom Zweiten Weltkrieg bis 2005 gesammelt – bevor YouTube dem Genre neue Impulse verlieh. Zu sehen gibt es die Videos natürlich auch.</li>
<li><a href="http://nodeca.github.com/fontomas/">Fontomas &#8211; easy iconic fonts composer</a>: Spannend, besonders für Webdesigner: Fontomas erlaubt es, eigene Webfonts mit Zeichen und Symbolen zu erstellen. Dabei können Zeichen aus verschiedenen Fonts zusammengestellt werden – alternativ auch per Upload eigener Schriften (Lizenzen beachten!).</li>
<li><a href="http://pb21.de/2012/04/skudi-subjektkonstruktion-in-der-digitalen-kultur/">SKUDI – Wer bin ich in der digitalen Kultur?</a>: Schöner Podcast von Thomas Bernhardt zu einem spannenden Forschungsprojekt: Wie empfinden und verhalten sich Subjekte in der digitalen Kultur? Sehr interessant finde ich die sechs Subjekttypen, die die Forscherinnen herausgefunden haben.</li>
</ul>
<p><strong>Bildnachweis</strong>: „<a title="Bildquelle" href="http://www.flickr.com/photos/shironekoeuro/4040697914/in/set-72157624030114047">Old Newspapers</a>“ von ShironekoEuro, <a title="Lizenz des Bilds" href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de">CC BY</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>SEO durch die Augen der Nutzer</title>
		<link>http://jorni.de/2012/04/17/eyetracking-seo-studie/</link>
		<comments>http://jorni.de/2012/04/17/eyetracking-seo-studie/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 09:09:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Rohles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Blickaufzeichnung]]></category>
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		<category><![CDATA[SEO]]></category>
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		<category><![CDATA[Suchmaschinenoptimierung]]></category>

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		<description><![CDATA[Suchmaschinenoptimierung, tägliches Brot und mit Vorurteilen gespicktes Hassobjekt, spielt täglich in unserem Netzleben eine große Rolle. Hendrik Terbeck hat nun unter dem Titel „Der Einfluss sozialer Empfehlungen auf das Selektionsverhalten in Suchmaschinen“ eine Bachelorarbeit vorgelegt, die mittels Blickaufzeichnung und problemzentrierter Nutzerbefragung Antworten auf brennende SEO-Fragen geben möchte. Suche: keine Muster mehr, sondern heterogene Strategien Zunächst einmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Suchmaschinenoptimierung, tägliches Brot und mit Vorurteilen gespicktes Hassobjekt, spielt täglich in unserem Netzleben eine große Rolle. Hendrik Terbeck hat nun unter dem Titel „<a title="Bachelorarbeit von Hendrik Terbeck zum Download" href="http://hendrik-terbeck.de/bachelorarbeit/">Der Einfluss sozialer Empfehlungen auf das Selektionsverhalten in Suchmaschinen</a>“ eine Bachelorarbeit vorgelegt, die mittels Blickaufzeichnung und problemzentrierter Nutzerbefragung Antworten auf brennende SEO-Fragen geben möchte.</p>
<p><span id="more-3206"></span></p>
<h2>Suche: keine Muster mehr, sondern heterogene Strategien</h2>
<p>Zunächst einmal widmet er sich bekannten und oft gestellten Fragen: Wonach selektieren Nutzerinnen Inhalte bei der Suche? Welche Elemente animieren sie zum Klick? Gibt es Muster in der Ergebnisselektion?</p>
<div id="attachment_3231" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/04/google-droiden.jpg"><img class="size-large wp-image-3231" title="Google-Droiden" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/04/google-droiden-550x277.jpg" alt="Roboterfiguren vor einem großen Bildschirm mit Google" width="550" height="277" /></a><p class="wp-caption-text">Die Studie von Hendrik Terbeck betrachtet Suchergebnisse aus den Augen der Nutzer</p></div>
<p>Wenig Bedeutung kommt der Studie zufolge älteren Modellen wie dem <a title="Jakob Nielsen 2006 über das F-Muster" href="http://www.useit.com/alertbox/reading_pattern.html">F-Muster</a> oder dem <a title="Eyetools-Studie über das Goldene Dreieck" href="http://eyetools.com/research_google_eyetracking_heatmap.html">goldenen Dreieck</a> zu, da Suchende angesichts der immer vielfältiger werdenden Ergebnisdarstellungen heterogene Strategien wählen – wenn Suchmaschinen von reinen Textlinks zur Darstellung von Bildern, Anzeigen, lokalen Ergebnisse, sozialen Empfehlungen und vielem mehr übergehen, haben alte Selektionsmuster wenig Bestand. Wichtig sind vielmehr neben der Position der Ergebnisse (Hypothese 5, wenngleich nicht uneingeschränkt, wie in den Hypothesen 12 bis 14 gezeigt wird) die Bekanntheit der Marke (Hypothese 6) und besonders Titel (Hypothese 4) und URL (Hypothese 7) – ein Grund mehr für ein flexibles Content-Management-System wie etwa <a title="Wordpress-CMS" href="http://wordpress.org">WordPress</a>, das die freie Anpassung dieser Elemente erlaubt.</p>
<p>Bis zu diesem Punkt ist die Studie ein interessante Beleg für bereits bekannte oder stark vermutete Erkenntnisse. Richtig spannend werden jedoch die folgenden Fragen zu den sozialen Empfehlungen.</p>
<h2>Soziale Empfehlungen: noch wenig bekannt, aber effektiv</h2>
<p>Die Rolle sozialer Empfehlungen bei der Suche ist noch immer ein brandaktuelles Thema – Google hat das Feature noch immer nicht offiziell auf Deutschland ausgerollt (wenngleich man es trotzdem aktivieren kann).</p>
<div id="attachment_3232" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/04/rezeptionslabor.jpg"><img class="size-large wp-image-3232" title="Rezeptionslabor" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/04/rezeptionslabor-550x389.jpg" alt="Blickaufzeichnungskamera" width="550" height="389" /></a><p class="wp-caption-text">Im Rezeptionslabor (hier eine Aufnahme aus dem Labor der Uni Trier) können die Blickdaten von Nutzern erfasst werden</p></div>
<p>Zunächst einmal bestätigen die Daten, dass Links mit sozialen Empfehlungen mehr Aufmerksamkeit bekommen als andere Links – wenig überraschend finde ich, erhalten sie doch ein zusätzliches visuelles Element, das aus der Textfülle heraussticht. Ein wenig erhöht sich zudem die Klickrate – allerdings nicht signifikant, wobei der Hendrik Terbeck hier anmerkt, dass die Nutzerinnen keine realen Freunde gesehen haben, so dass die Klickrate im „echten Leben“ höher sein dürfte (63).</p>
<p>Sehr spannend ist die Frage, ob Facebooks Gefällt-Mir-Button dank seines Daumen-Piktogramms einen Vorteil gegenüber der typografischen Darstellung von Google hat. Tatsächlich scheint der Daumen hier einen Vorteil zu haben – jedoch sind die Ergebnisse vorsichtig zu werten, da Google+ zum Zeitpunkt der Studie noch in der geschlossenen Beta-Phase und wesentlich weniger bekannt war.</p>
<p>Soziale Elemente in der Suche sind dabei keineswegs unumstritten. Die Nutzer werten soziale Empfehlungen als eher mittelmäßig hilfreich für die Entscheidungsfindung und machen dies insbesondere von der konkreten Frage abhängig – bei einem Roman vertrauen sie Empfehlungen eher als bei Entscheidungen mit größerer Tragweite.</p>
<p>Große Unterschiede gibt es in der Bewertung der Datenschutzbedenken – hier zeigen sich einmal mehr die unterschiedlichen Meinungen, die ich damals bei meinem <a title="Social Media – Herausforderung und Chance für PR" href="http://jorni.de/2011/11/02/medianetz-2011-social-media-%e2%80%93-herausforderung-und-chance-fur-pr/">kurzen Bericht zur Social-Media-Diskussion bei Medianetz</a> erwähnt hatte.</p>
<h2>Werbung: Transaktionen retten Werbebudgets</h2>
<p>Wenig Grund zur Freude machen die Erkenntnisse zur Werbung: Die Anzeigen rechts werden selten fixiert und kaum geklickt – wobei dies „weniger der Banner Blindness als grundsätzlich der Positionierung abseits der organischen und gesponserten Top-Treffer geschuldet“ (77) sei. Gerettet werden die Werbebudgets durch die Erkenntnis, dass transaktionsorientierte Suchen wesentlich höhere Werbeklickraten aufweisen (Hypothese 17).</p>
<p>42 % der Teilnehmer wussten übrigens gar nicht, dass Google Werbung nur an bestimmten Stellen anzeigt – hier zeigt sich ein sehr lückenhaftes Wissen über die Suchmaschine, wie es mir schon in der <a title="Linke Links" href="http://jorni.de/2012/03/05/leistungsschutzrecht/">Diskussion um das Leistungsschutzrecht</a> aufgefallen ist.</p>
<div id="attachment_3230" class="wp-caption alignnone" style="width: 560px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/04/duck-duck-go.jpg"><img class="size-large wp-image-3230" title="Duck Duck Go" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/04/duck-duck-go-550x195.jpg" alt="Screenshot der Suchmaschine Duck Duck Go" width="550" height="195" /></a><p class="wp-caption-text">Der Suchschlitz als Tor ins Internet – bei Duck Duck Go auch in datenschutzfreundlich erhältlich</p></div>
<p>Nicht ganz klar geworden ist mir, ob die Studie geeignet ist herauszufinden, ob die Teilnehmer überhaupt Werbung erkennen. Denn obwohl Hendrik Terbeck schreibt, dass nur „etwas mehr als die Hälfte der Testpersonen weiß, dass Werbeanzeigen auf der Suchergebnisseite angezeigt werden“ (79), fragt er im Interview, ob sie auf Werbung geklickt haben und wo Google Werbung anzeige (Anhang C). Dabei fehlt mir eine Frage wie „Haben Sie Werbung auf den Ergebnisseiten gesehen?“, die erst einmal ganz offen evaluiert, ob die Probanden überhaupt Werbung wahrgenommen haben.</p>
<h2>Methodik: sauber, aktuell – und schade</h2>
<p>Spannend ist auch der kurze Abriss zum Stand der Forschung, und das methodische Vorgehen ist sauber. Eine Entscheidung finde ich schade: der Autor hat sich entschlossen, „keine geschlechterspezifische Auswertung“ (35) vorzunehmen. Damit entgeht ihm meiner Ansicht nach eine große Chance, zumal er ja selbst erwähnt, dass „sich zwischen Männern und Frauen ein abweichendes Evaluations- und Entscheidungsverhalten im Suchprozess festmachen lässt (vgl. MAGHFERAT &amp; STOCK 2010)“ (35). Wie spannend wäre es gewesen herauszufinden, ob Frauen sozialen Empfehlungen mehr oder weniger Beachtung schenken als Männer… Ich kann verstehen, dass geschlechterspezifische Unterschiede nicht die Fragestellung sind und sich die Gruppen nur in einem Faktor unterscheiden sollen. Wenn die Daten jedoch sowieso erfasst werden, hätte eine kurze Auswertung einen spannenden Ausblick geben können.</p>
<p>Wenn ihr euch für wissenschaftliche Studien von Suchmaschinen begeistern könnt, solltet ihr euch die Arbeit unbedingt anschauen – wichtige Daten für das nächste Kundengespräch sind garantiert. Was haltet ihr von der Studie? Helfen euch solche Studien bei eurer täglichen Arbeit?</p>
<p><strong>Bildnachweis</strong>: „<a title="Bildquelle" href="http://www.flickr.com/photos/st3f4n/3951143570/">The droids we&#8217;re googling for</a>“ von StÃ©fan, <a title="Lizenz des Bilds" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de">CC BY NC SA</a></p>
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		<title>„Tatort“-Autoren verpauschalisieren das Internet</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Apr 2012 16:02:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Rohles</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Leistungsschutzrecht]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist viel passiert im Netz in den letzten Tagen – Zeit für neue Lesetipps. 51 Tatort-Autoren schreiben einen Brief zum Urheberrecht im digitalen Zeitalter – und pauschalisieren dabei zu stark, um ernsthaft an einer Diskussion interessiert zu sein. Außerdem gibt es viel Neues zum Leistungsschutzrecht. „Tatort-Autoren“ nehmen „Netzgemeinde“ ins Fadenkreuz Einige Autoren besagter Krimi-Serie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist viel passiert im Netz in den letzten Tagen – Zeit für neue Lesetipps. 51 Tatort-Autoren schreiben einen Brief zum Urheberrecht im digitalen Zeitalter – und pauschalisieren dabei zu stark, um ernsthaft an einer Diskussion interessiert zu sein. Außerdem gibt es viel Neues zum Leistungsschutzrecht.</p>
<p><span id="more-3120"></span></p>
<h2>„Tatort-Autoren“ nehmen „Netzgemeinde“ ins Fadenkreuz</h2>
<p>Einige Autoren besagter Krimi-Serie melden sich mit einem <a href="http://www.drehbuchautoren.de/nachrichten/2012/03/offener-brief-von-51-tatort-autoren-0">offenen Brief</a> zu Wort, um an der Diskussion rund um das Urheberrecht im digitalen Zeitalter teilzunehmen.</p>
<div id="attachment_3145" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/03/tatort.jpg"><img class="size-large wp-image-3145" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/03/tatort-550x264.jpg" alt="Auge im Tatort-Fadenkreuz" width="550" height="264" /></a><p class="wp-caption-text">Das Urheberrecht im Netz: einigen Tatort-Autoren ist der Stand der Diskussion derzeit ein Dorn im Auge</p></div>
<p>Das ist an sich erst einmal positiv, würden sie dabei nicht so unglaublich pauschalisieren. <em>Freier Zugang zu Kultur</em> werde von „der Netzgemeinde“ mit kostenfrei gleichgesetzt – wo doch gerade in „der Netzgemeinde“ über alternative Vergütungsmodelle diskutiert wird (Stichworte: Kulturflatrate, Kulturwertmark). Im siebten Jahr nach Lawrence Lessigs „Free Culture“ und den unzähligen Diskussionen über das <em>geistige Eigentum</em> behaupten die Autoren, es werde nirgendwo eine Argumentation versucht, warum gerade diese Eigentumsform eingeschränkt werden solle. Während es unmöglich sei, eine Trennung zwischen Urhebern und Verwertern zu machen, ziehen die Autoren sehr wohl eine zwischen „digital natives“ und Urhebern – und ignorieren dabei, dass eben jene digital natives meist <em>zugleich Urheber</em> sind. Logisch, dass freie (und freiwillige!) Lizenzen in ihrem Brief unerwähnt bleiben – zumal man doch mit einiger Rechtfertigung argumentieren könnte, dass gerade für öffentlich-rechtliche Inhalte (genau, wie dem Tatort) freie Lizenzen angebracht seien, werden diese Inhalte doch von der Allgemeinheit finanziert. Dass die Unterzeichner schließlich sogar Einschränkungen der Bürgerrechte zur „Missbrauchskontrolle bei Providern und Usern“ für in Ordnung halten, ohne die einzelnen Maßnahmen zu diskutieren, finde ich geradezu alarmierend.<br />
Ich freue mich über eine offene Diskussion, besonders mit unmittelbar betroffenen Personen – auch ich bin Urheber und versuche, mich mit einem sinnvollen Umgang mit meinen Werken sowie denen anderer Menschen zu beschäftigen. Aber eine differenzierte Betrachtung ist dafür unabdingbar, und Pauschalisierungen wie diejenigen der Tatort-Autoren helfen dabei wenig weiter.</p>
<h2>Viele Neuigkeiten zum Leistungsschutzrecht – und ein wenig Fußball</h2>
<p>Außerdem sind mir noch folgende Beiträge ins Auge gesprungen:</p>
<ul>
<li><a title="Beitrag im Blog Digitale Linke" href="http://blog.die-linke.de/digitalelinke/ist-das-leistungsschutzrecht-nackt/">Ist das Leistungsschutzrecht nackt?</a> Petra Sitte von den Linken schreibt über eine Anhörung im Unterausschuss Neue Medien vom vergangenen Mittwoch, in der es über die derzeitigen Pläne zum Leistungsschutzrecht ging. Bleibt alles noch sehr vage, da es noch keinen Gesetzesentwurf gebe. Klar scheint jedoch bereits, dass es mitnichten nur darum gehen dürfte, Newsaggregatoren finanziell zu treffen.</li>
<li><a title="Evangelisch.de schreibt über das LSR und Blogger" href="http://www.evangelisch.de/themen/medien/leistungsschutzrecht-nimmt-auch-blogger-ins-visier60467">Leistungsschutzrecht und Blogger</a>: Wem das zu sehr politisch eingefärbt ist, sollte auf diesen schönen Beitrag von Christiane Schulzki-Haddouti zurückgreifen. Auch sie berichtet von der Anhörung im Unterausschuss Neue Medien und behandelt insbesondere die Frage, inwiefern Blogger von dem Gesetzesvorhaben betroffen sein dürften. Eindrucksvoll finde ich ein Zitat von Urheberrechtsexperte Pascal Schumacher, der meint, dass sich das Urheberrecht von einem „Kulturrecht für Kreative“ zum „Wirtschaftsrecht für Verwerter“ entwickele.</li>
<li><a title="Kai Biermann spricht über das LSR" href="http://leistungsschutzrecht.info/stimmen-zum-lsr/igel-interview/kai-biermann-ein-leistungsschutzrecht-wuerde-zu-furchtbarer-rechtsunsicherheit-fuehren">Interview mit Kai Biermann zum Leistungsschutzrecht</a>: Kai Biermann halte ich für einen der besten Journalisten zu Netzthemen in Deutschland, und seine Einschätzungen im Gespräch mit der IGEL (Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht) sind sehr lesenswert. Besonders gut gefällt mir seine kurze Rückschau, welche Forderungen es schon alles für ein Leistungsschutzrecht gegeben hat, die nun vom Tisch sind (oder zu sein scheinen) – so bekommt man einen guten Überblick darüber, wie die Diskussion im Zeitverlauf gewesen ist, wenn man sie nicht selbst verfolgt hat. Stimmt Biermanns Einschätzung, dürfte uns eine große Rechtsunsicherheit mit langwierigen juristischen Auseinandersetzungen bevorstehen.</li>
<li><a href="http://mikeschnoor.com/2012/03/19/kann-das-leistungsschutzrecht-neue-probleme-fur-presseportale-bringen/">Kann das Leistungsschutzrecht neue Probleme für Presseportale bringen?</a>: Mike Schnoor fragt sich, was das schwelende Leistungsschutzrecht für die Presseportale bedeuten könnte. Sein Lösungsvorschlag: Opt-In – wer seine Beiträge auf einem Presseportal veröffentlicht sehen möchte, muss eine Erklärung abgeben und von Forderungen aus dem LSR zurücktreten. Ein interessanter Gedanke, der aber wohl kaum die Zustimmung der Lobbyisten bekommen dürfte…</li>
<li><a href="http://spielverlagerung.de/2012/03/21/der-hamburger-sv-unter-thorsten-fink/">Das System von Thorsten Fink beim Hamburger SV</a>: Ein wenig Off-Topic: Spannende Analyse von Thorsten Finks Taktik beim HSV. Und warum sie im Moment nicht so gut aufgeht.</li>
</ul>
<p><strong>Bildnachweis</strong>: „<a title="Bildquelle" href="http://www.flickr.com/photos/zubrow/6968926001/">Black whool net</a>“ von Ben Raynal, <a title="Lizenz des Bilds" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/deed.de">CC BY NC</a> (bearbeitet von mir)</p>
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		<item>
		<title>Webdesign und Farbe, Nadar und Moholy-Nagy, Journalismus und Wissenschaft</title>
		<link>http://jorni.de/2012/03/28/webdesign-und-farbe-nadar-und-moholy-nagy-journalismus-und-wissenschaft/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 07:25:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Rohles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design & Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Fotografie & Film]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Farbe]]></category>
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		<category><![CDATA[Webdesign]]></category>

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		<description><![CDATA[Neuer Lesestoff aus meinem Delicious-Account, wie angekündigt frei von Verlagsangeboten, bis Klarheit darüber besteht, was dieses LSR eigentlich soll. Diesmal am Start: hochauflösendes Webdesign, Gestalten mit Farben, Fotografie-Geschichte – und was der Journalismus von der Wissenschaft lernen könnte. Viel Spaß dabei! Was High-PPI-Bildschirme fürs Webdesign bedeuten: Gerrit van Aaken über hochauflösende Bildschirme, wie sie im neuen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3126" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/03/victor-hugo-felix-nadar.jpg"><img class="size-large wp-image-3126 " title="Félix Nadar: Victor Hugo" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/03/victor-hugo-felix-nadar-550x430.jpg" alt="Altes Porträt des toten Victor Hugos" width="550" height="430" /></a><p class="wp-caption-text">Félix Nadar ist für seine eindrucksvollen Porträts bekannt, wie hier das des französischen Dichters Victor Hugo (post mortem nach meinen Informationen, kann das einer bestätigen von euch?).</p></div>
<p>Neuer Lesestoff aus meinem <a title="Profil von Björn Rohles bei Delicious" href="http://delicious.com/jornijorni">Delicious</a>-Account, <a title="Linke Links" href="http://jorni.de/2012/03/05/leistungsschutzrecht/">wie angekündigt frei von Verlagsangeboten</a>, bis Klarheit darüber besteht, was dieses LSR eigentlich soll. Diesmal am Start: hochauflösendes Webdesign, Gestalten mit Farben, Fotografie-Geschichte – und was der Journalismus von der Wissenschaft lernen könnte. Viel Spaß dabei!</p>
<p><span id="more-3079"></span></p>
<ul>
<li><a href="http://praegnanz.de/weblog/webdesign-retina-display-fonts">Was High-PPI-Bildschirme fürs Webdesign bedeuten</a>: Gerrit van Aaken über hochauflösende Bildschirme, wie sie im neuen iPad oder auch im iPhone ab Version 4 eingesetzt werden: Wie verändert sich das Webdesign durch diese Technologie? Patentrezepte gibt es momentan noch keine, aber Gerrit hat eine Reihe spannender Überlegungen und Leselinks zu bieten.</li>
<li><a href="http://tympanus.net/codrops/2012/02/28/principles-of-color-and-the-color-wheel/">Principles of Color and the Color Wheel</a>: Ein paar Grundlagen zur Gestaltung mit Farben gefällig? Carrie Cousins schreibt auf Codrops darüber, wie man eine schöne Farbpalette findet – und worauf man dabei achten kann.</li>
<li><a href="http://publicdomainreview.org/2012/03/07/photographs-of-the-famous-by-felix-nadar/">Photographs of the famous by Felix Nadar</a>: Vor kurzem habe ich die <a title="Freie Werke in neuem Glanz" href="http://jorni.de/2012/02/29/freie-werke-in-neuem-glanz/">Public Domain Review noch vorgestellt</a>, nun haben sie schon den nächsten Link verdient: Fotografien von Félix Nadar.</li>
<li><a href="http://thecreatorsproject.com/de/blog/original-creators-the-new-vision-of-l%C3%A1szl%C3%B3-moholy-nagy">The New Vision Of László Moholy-Nagy</a>: László Moholy-Nagy war einer der führenden Künstler des Weimarer Bauhaus. Mariana Rezende beschreibt hier, warum sein Stil für die Fotogrfie prägend war – und immer noch frisch und unverbraucht wirkt.</li>
<li><a href="http://schedule.sxsw.com/2012/events/event_IAP12420">What Journalism Can Learn from Science</a>: Interessanter Vortrag auf dem SXSW-Festival: Warum Journalisten sich Arbeitsweisen von Wissenschaftlern anschauen sollten, um saubere journalistische Arbeit zu machen. Schöne Ideen, die ich aber angesichts unserer Medienlandschaft für schwer zu realisieren halte. Leider.</li>
</ul>
<p><strong>Bildnachweis</strong>: „<a title="Bildquelle" href="http://www.flickr.com/photos/mopa1/5710942659/">Victor Hugo</a>“ von Felix Nadar (gemeinfrei, <a title="Flickr-Account des Museums" href="http://www.flickr.com/people/mopa1/">Sammlung des Museum of Photographic Arts</a>)</p>
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		<title>Flugstunden in Köln</title>
		<link>http://jorni.de/2012/03/24/educamp-2012-koeln/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 Mar 2012 19:48:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Rohles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
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		<description><![CDATA[Am vergangenen Wochende war ich in Köln beim neunten Educamp – einem Barcamp über Bildung mit den Neuen Medien. Hier kommt mein kleiner Rückblick – mit Lernapps ohne Programmierkenntnissen, Screencasts in der Schule, digitalen Lerntypen, der Identität in digital sowie einigen Überlegungen zum Verhältnis von Medien, Wissen und Lernen. Es war mein zweiter Besuch bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Wochende war ich in Köln beim neunten Educamp – einem Barcamp über Bildung mit den Neuen Medien. Hier kommt mein kleiner Rückblick – mit Lernapps ohne Programmierkenntnissen, Screencasts in der Schule, digitalen Lerntypen, der Identität in digital sowie einigen Überlegungen zum Verhältnis von Medien, Wissen und Lernen.</p>
<p><span id="more-3068"></span></p>
<p>Es war mein zweiter Besuch bei einem Educamp – 2009 verschlug es mich nach Ilmenau, die anderen passten zeitlich nicht oder waren zu weit weg. Ausreden, ich weiß. Beim Kölner Educamp konnte ich sie beim besten Willen nicht gelten lassen, und so möchte ich euch hier meine persönlichen Erlebnisse auf dem neunten Educamp schildern. Ihr könnt einzelne Themen gerne überspringen, wenn sie euch nicht interessieren – die Überschriften geben genügend Anhaltspunkte.</p>
<div id="attachment_3104" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/03/educamp-koeln.jpg"><img class="size-large wp-image-3104" title="Educamp in Köln" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/03/educamp-koeln-550x365.jpg" alt="Kölner Dom mit der Hohenzollernbrücke, daneben das Logo des Educamp" width="550" height="365" /></a><p class="wp-caption-text">Mit Köln kam das Educamp endlich einmal in die Nähe meiner Heimat.</p></div>
<h2>Edulize: Lernen ohne Programmieren ja – Programmieren lernen nein</h2>
<p>Den Start für mich machte eine Session über <a title="Lern-Apps erstellen mit Edulize" href="http://edulize.de/">Edulize</a>, eine „Entwicklungsumgebung“ für Lern-Apps in Beta-Phase. „Entwicklungsumgebung“ in Anführungszeichen, weil ihr Ansatz ist, kein technisches Vorwissen zu erfordern, um Bildung in die diversen Plattformen zu bringen. Anwender können sich Lernapps zusammenklicken und dabei auf Artikel, Tests und Lernkarten zurückgreifen. Ein paar Layoutoptionen gibt es ebenfalls. Am Ende lässt sich die eigene Anwendung für alle möglichen Plattformen exportieren.</p>
<p>Nun bin ich nicht unbedingt ein Freund plattformübergreifender Entwicklung – zu oft fühlen sich solche Programme wie Fremdkörper an. Edulize hat aus meiner Sicht noch einen weiteren Schwachpunkt: Der Programmcode bleibt dem Anwender verschlossen. So ist es unmöglich zu überprüfen, ob die Software technischen Qualitätskriterien genügt, und Programmieren lernen kann man so ebenfalls nicht.</p>
<p>Schön ist, dass die Macher eine Plattform in einem so frühen Entwicklungsstadium bereits auf einem Educamp vorstellten. So war das Interface an vielen Stellen noch hakelig, eine Aufhübschungskur wäre dringend angeraten. Ein paar Demo-Apps sollten erstellt werden, um den Nutzern die Möglichkeiten ein wenig zu präsentieren. Es bleibt auf jeden Fall spannend, wie es mit Edulize weitergeht – die Plattform könnte zur ersten Wahl für Lehrer und Lehrerinnen werden, die ihren Unterricht mit Lernapps anreichern möchte. Für mich ist hingegen die fehlende Möglichkeit, den Programmcode zu überprüfen, ein No-Go – da gehöre ich wohl nicht zur Zielgruppe.</p>
<h2 id="flugstundeninkln">Medienkompetenz im Unterricht</h2>
<p>Mit einer der spannendsten Sessions ging es weiter – „Schülervideos“ von Thorsten Groß. Er ist Lehrer und entwickelte gemeinsam mit der von ihm betreuten <a title="Thorsten Groß über die Linux AG" href="http://p145632.mittwald.info/mahara/view/view.php?id=92">Linux-AG</a> an seiner Schule <a title="Thorsten Groß in seinem Blog über das Projekt" href="http://paradigmagnus.wordpress.com/2011/10/02/logbuch-der-penterprise-lernzeit-2011-10-02-wir-befinden-uns-in-mahara/">Lernvideos zum Thema Linux</a>. Die Teilnehmer planten dabei eigenständig, welche Themen als Screencast behandelt werden sollten und kümmerten sich um die Videos.</p>
<p>In einer kleinen Gruppe von sieben Teilnehmern entstand in der Session ein intensiver, praxisbezogener Austausch, den wir im <a title="Dokumentation der Session im Etherpad" href="http://openetherpad.org/schuelervideos">Etherpad</a> festgehalten haben. Dort warten eine Reihe von Software-Empfehlungen auf euch mit praxisnahen Beispielen. Spannend war die Diskussion darüber, ob eine Schule in solchen Projekten die Videos nur auf einer internen Plattform zur Verfügung stellen sollte. Ich halte es für sinnvoll, das nicht zu tun, denn (1) sind solche Videos durchaus auch für externe Betrachter interessant, (2) dürfte es die TeilnehmerInnen mit Stolz erfüllen, ihre Videos öffentlich zu sehen und (3) lernen sie so quasi „nebenbei“ noch etwas über Medienkompetenz, indem sie erfahren, dass ihr Handeln im Netz öffentlich ist – statt ihnen eine vermeintlich sichere Umgebung zu suggerieren.</p>
<p><a href="http://jorni.de/2012/03/24/educamp-2012-koeln/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<h2 id="lerntypen">Bildungsarmut: Gibt es digitale Lerntypen?</h2>
<p>Unter dem Thema „Bildungsarmut im Web 2.0“ entwickelte sich in einer neuen Session eine diffuse Diskussion, in der es vorrangig um die „computerspielenden Hartz-IV-Zuwandererkinder“ ging, die <a title="Twitter-Account von Christian Füller" href="https://twitter.com/#!/ciffi">Sessioninitiator Christian Füller</a> als Bildungsverlierer von heute sieht. Dabei wurde eine große Zahl von Argumenten in den Ring geworfen und spannende Diskussionen angerissen – wie etwa die Frage, ob das Lernen einer Handschrift für Kinder noch notwendig ist, oder ob die Einführung von Tablets im Unterricht nicht die Kinder ausschließt, deren Eltern sich die teuren Geräte nicht leisten können.</p>
<p>Obwohl gut besucht und teils mit großer Emotionalität geführt, habe ich aus der Session wenig im Kopf behalten. Mir fehlte irgendwie ein roter Faden in der Session, eine klar formulierte und argumentierte These. Weniger wäre meiner Ansicht nach mehr gewesen: Wie wirken Computerspiele auf die Entwicklung von Jugendlichen, und wie lassen sie sich für Bildungsprozesse nutzen? Welche Rolle spielt die Handschrift für die Bildung im Jahr 2012? Eine Session zu einem dieser Themen hätte mir persönlich mehr gebracht, als alle Themen in einer Session zur Frage nach einer Bildungsarmut verbinden zu wollen. Die Thesen an sich hätten genügend Potenzial, eine Vielzahl cooler Sessions zu füllen.</p>
<p>Spannend waren besonders die Erfahrungen der anwesenden Lehrkräfte. Aus der Session mitgenommen habe ich vor allem eine Anmerkung von <a title="Twitter-Account von @herrlarbig" href="https://twitter.com/#!/herrlarbig">@herrlarbig</a>. Er hat erzählt, dass er bei Schülern, die sich frei entscheiden können, in welcher Form sie eine Arbeit abgeben (handschriftlich oder computergeneriert), große Unterschiede feststellt. Er habe den Eindruck, dass einige SchülerInnen mit Computern bessere Arbeiten erstellen als handschriftlich, bei anderen sei es umgekehrt. Daraus leitete er die Frage ab, ob es vielleicht analoge und digitale Lerntypen gäbe.</p>
<p>Da fängt mein Forscherherz natürlich mit Träumen an, ohne direkt eine Idee zu haben, worin sich digitale Lerntypen von anderen unterscheiden könnten oder wie man dies herausfinden könnte. Allerdings habe ich in meinem Umfeld ähnliche Unterschiede wahrgenommen: Das Netz spielte in meinem Studium seit jeher eine große Rolle, doch während es von einigen als Plattform zum Dateiaustausch oder als großes Nachschlagewerk wahrgenommen wurde, haben es andere zum Mittel ihres Erkenntnisgewinns gemacht. Besonders aufgefallen ist mir das beim Umgang mit ungesicherten oder diskussionswürdigen Inhalten – von den einen wurden sie als zu unsicher ignoriert, während andere gerade durch die Teilnahme am Austausch Erkenntnisse gezogen haben.</p>
<p>Aber das sind unvollständige Gedanken. Ich werde sie weiterspinnen.</p>
<h2>Digitale Identität: Wer bin ich in Digitalien, und wie viele?</h2>
<p>Spannend (und gut besucht) war die Session von Thomas Bernhard über „Identität 2.0“, zu der es ebenfalls ein gut geführtes <a title="Etherpad zur Session Identität 2.0" href="https://educamps.piratenpad.de/4?">Etherpad</a> gibt. Ausgehend von einigen Grundüberlegungen entwickelte sich ein sehr spannender Austausch über die Arten, wie man mit seiner Identität im Netz umgehen kann. Dabei gibt es große Unterschiede, weil mögliche Konsequenzen sehr unterschiedlich bewertet werden, und die TeilnehmerInnen konnten von sehr verschiedenen Erfahrungen berichten. Und so gibt es einige, die mit Pseudonymen und mehreren Accounts arbeiten, während andere mit ihren Realnamen vertreten sind. Spannend fand ich die Erkenntnis, dass der Beruf bei dieser Entscheidung eine wichtige Rolle spielt – gerade die Lehrerinnen und Lehrer wussten zu berichten, dass es viele Aspekte ihres Lebens gibt, von denen die Schülerinnen und Schüler nichts wissen sollten, während diese Überlegungen für Selbstständige weniger relevant sind. Trotz aller Bedenken gilt aber das kleine Fazit der Session: soziale Medien brauchen auch persönliche Aspekte, um einen Austausch anzuregen.</p>
<div id="attachment_3098" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/03/identitaet-2-0.jpg"><img class="size-large wp-image-3098" title="Identität 2.0" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/03/identitaet-2-0-550x412.jpg" alt="Zeichnung mit den Inhalten der Session: gespaltene Rollen, viele Nutzeraccounts und Abwiegen von Chancen und Risiken" width="550" height="412" /></a><p class="wp-caption-text">Die digitale Identität führte zu einem spannenden Austausch, in dem verschiedene Aspekte angesprochen worden.</p></div>
<p>Ein Aspekt, der mir erst im Nachhinein eingefallen ist: Nicht immer hat man überhaupt die Wahl, seine private Person aus dem sozialen Netz herauszuhalten. Das gilt insbesondere für Blogs, die nach deutschem Recht mit einem vollständigen Impressum versehen werden müssen. Das kann durchaus ausgenutzt werden: Ich habe beispielsweise vor ein paar Wochen herausgefunden, dass die Berliner Agentur Meltwater meine persönlichen Kontaktdaten in eine Datenbank übertragen und für den Versand von PR-Meldungen ihrer Kunden verwendet hat – ungefragt natürlich, die Daten seien halt öffentlich verfügbar.</p>
<p>Etwas schade fand ich, dass nicht stärker auf den <a title="Ilona Buchem über digitale Identität" href="http://ibuchem.wordpress.com/2012/03/06/digital-identity/">Text „Digital Identity“ von Ilona Buchem</a> eingegangen wurde, den Thomas verlinkt hat – hier muss ich mich natürlich an der eigenen Nase packen, denn wie so oft habe ich es nicht geschafft, mir ihn im Vorfeld durchzulesen. Er eignet sich aber durchaus auch zur Nachbereitung, weil die Autorin eine Reihe wichtiger Werke zum Thema zusammenfasst und verbindet – und mit ihrem <a title="Delicious-Stack zur digitalen Identität" href="http://delicious.com/stacks/view/LGphWr">Delicious-Stack</a> weiter am Thema bleibt. Vielleicht schreibe ich einmal einen eigenen Beitrag über das Thema, das ich gerade extrem spannend finde.</p>
<p>Hier soll es aber erst einmal mit meinem Educamp-RoundUp weitergehen.</p>
<h2>Medien, Wissen, Lernen: Versuch einer Theorie-Session</h2>
<div id="attachment_3099" class="wp-caption alignright" style="width: 285px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/03/Medien_Wissen_Lernen.jpeg"><img class="size-medium wp-image-3099" title="Medien, Wissen, Lernen" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/03/Medien_Wissen_Lernen-275x215.jpg" alt="Grafik zur Session: Medien und Wissen stehen im Austausch und führen zum Lernen" width="275" height="215" /></a><p class="wp-caption-text">Medien, Wissen, Lernen – drei wichtige Begriffe für eine theoretische Abhandlung des Themas.</p></div>
<p><a title="Etherpad zur Session" href="https://piratenpad.de/p/ecco12_wml">Medien, Wissen, Lernen</a> – drei Begriffe, die mein Studium in großen Teilen zusammenfassen, und so hatte ich entsprechend hohe Erwartungen an die entsprechende Session. Friedrich-Alexander Ittner gab Einblicke in seine <a title="Wikiversity-Eintrag zur Masterarbeit" href="http://de.wikiversity.org/wiki/Medien_Wissen_Lernen">Masterarbeit</a>. Hier ergab sich dann bereits eine erste Herausforderung: Wie soll eine theoretisch elaborierte Session ohne Vorbereitung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ablaufen? Friedrich-Alexander versuchte es, indem er zunächst einige Definitionen diskutierte, bevor wir gemeinsam Thesen ausarbeiteten und Schlussfolgerungen zogen.</p>
<p>Bei den Definitionen bin ich gedanklich lange hängen geblieben, insbesondere bei verschiedenen Definitionen des Medienbegriffs. In der Session blieb mir dieser Begriff zu schwammig, was ich insbesondere bei den Thesen problematisch finde. Ein paar Beispiele:</p>
<ul>
<li><strong>„Medien erleichtern das Lernen…“:</strong> Ja, schon (denke ich). Zwei Einwände bzw. Ergänzungen: (1) Lernen <em>mit</em> Medien ist immer auch Lernen <em>über</em> Medien. Wer Photosynthese über einen Film lernt, lernt gleichzeitig etwas über Photosynthese und über Filme. Das kann erwünscht oder störend sein, denn (2) Medien und ihr Inhalt interagieren – Medien sind keine Behälter, in die man etwas reinsteckt, um es woanders wieder herauszunehmen. Eine Aussage wie „Medien erleichtern das Lernen“ halte ich daher für zu allgemein.</li>
<li><strong>„… können sie besser aufbereiten“:</strong> Medien bereiten Inhalte auf, um sie lernbar zu machen. Klar, geht mir aber auch nicht weit genug: Medien <em>verändern</em> Inhalte. Es ist eben nicht gleichgültig, ob ich eine Information als Text, Bild oder Ton wahrnehme, weil andere Sinneskanäle andere Informationen vermitteln. Es ist genauso wenig gleichgültig, ob ich über ein Thema in einem Schulbuch oder in einer Zeitung lese – Zeitungsjournalisten arbeiten nach anderen Kriterien als Buchautoren. Und selbst wenn ich einen Text lese und ihn mir danach vorlesen lasse, ist das nicht gleichgültig – während ich nämlich mein Lesen selbst steuere (und sogar dabei von Typografie und Layout beeinflusst werde!), steuert nun eine zweite Person die Rezeption. Diese Aufbereitung sollte daher aus meiner Sicht dringend reflektiert werden.</li>
<li><strong>„Handlungskompetenz als Begriff fehlt“:</strong> Diese Anregung kam (wenn ich mich richtig entsinne) aus der Idee, dass Lernende das Gelernte auch praktisch einsetzen können sollten. Tatsächlich geht mir das aber nicht weit genug. Lernen mit Medien ist aus meiner Sicht <em>kein reiner Konsum</em> (ich halte den Konsum von Medien sowieso für unwahrscheinlich), sondern eine <em>aktive Auseinandersetzung</em> mit ihnen. Dabei spielt es eine große Rolle, ob die Lernenden gelernt haben, mit dem entsprechenden Medium umzugehen. Hinzu kommt, dass man, wenn man Lernen als aktives Handeln der Lernenden betrachtet, dieses Handeln in den Blick nehmen sollte – es reicht also meiner Ansicht nach nicht, am Ende abzufragen, was Lernende gelernt haben, sondern man muss eben auch evaluieren, <em>wie</em> sie gelernt haben.</li>
</ul>
<p>Natürlich kann eine kurze Session niemals den Inhalt einer Masterarbeit wiedergeben. Ich bin daher sehr gespannt auf das Ergebnis und werde das entsprechende Wiki auf jeden Fall weiter verfolgen. Die Ergebnisse der Session solen in die Arbeit von Friedrich-Alexander einfließen. Mir hat er aber bereits durch die Session selbst einige spannende Denkanstöße gegeben.</p>
<h2>Ein Resümee zum Schluss</h2>
<p>Im Vergleich zu meinem ersten Educamp in Ilmenau kam mir die neunte Auflage sehr lehrerlastig vor. Das war einerseits sehr interessant, weil es mir neue Perspektiven gegeben hat, bewirkte andererseits aber auch, dass ich mit vielen Diskussionen nicht so viel anfangen konnte. Insbesondere fehlten mir die Session zu innovativen StartUps (Edulize war hier die rühmliche Ausnahme), und für die Arbeit mit Erwachsenen konnte ich sehr wenig Input finden. Nun lebt ein Barcamp natürlich vom Mitmachen, und vielleicht schaffe ich es wirklich, in einem der nächsten Educamps einmal selbst eine Session zu einem meiner Themen beizusteuern. Lust gemacht hat das #ecco12 auf jeden Fall.</p>
<p>Wenn ihr euch für die Sessions interessiert, könnt ihr im <a title="Pad mit allen Etherpads vom #ecco12" href="http://titanpad.com/ecco12Pads">Ecco12-Pad</a> die Links zu den entsprechenden Etherpads finden.</p>
<p><strong>Bild- und Videonachweis</strong>: „<a title="Bildquelle" href="http://www.flickr.com/photos/13382424@N00/4836479076/">Cologne Cathedral and Hohenzollernbrücke at Night IV</a>“ von Nietnagel, <a title="Lizenz des Bilds" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de">CC BY NC SA</a> (mit Logo des Educamp); <a title="Video auf YouTube" href="http://www.youtube.com/watch?v=1Yuw1qjg4lY">Video aus der Linux-Ag</a>, <a title="Lizenz des Videos" href="http://www.youtube.com/t/creative_commons">CC BY</a>; „<a title="Bildquelle" href="http://www.flickr.com/photos/adesigna/6843793616/">Identität 2.0</a>“ von Ralf Appelt, <a title="Lizenz des Bilds" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de">CC BY NC</a>; „<a title="Bildquelle" href="http://de.wikiversity.org/wiki/Medien_Wissen_Lernen">Wirkung Medien und Wissen auf Lernen</a>“ von Friedrich-Alexander Ittner, <a title="Lizenz des Bilds" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/">CC BY SA</a></p>
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		<title>Afrikanischer Punk und gefühlvolle Zombies</title>
		<link>http://jorni.de/2012/03/13/afrikanischer-punk-und-gefuhlvolle-zombies/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 19:52:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Rohles</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Interessantes aus meiner Leseliste der vergangenen Wochen: Caschy verlost Technik, Curt Hopkins entdeckt den afrikanischen Punk, Cole Schreiber interpretiert den Zombie-Film neu – und Bertram Gugel findet, dass der Medienwandel auch vor dem Fernsehen nicht Halt macht. 7 Jahre Caschys Blog, Verlosung Part 1: In den letzten Jahren hat sich Caschy mit seinem Blog immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3056" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/03/zombie-love.jpg"><img class="size-large wp-image-3056" title="Zombie Love" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/03/zombie-love-550x366.jpg" alt="Als Zombie verkleidetes Paar küsst sich" width="550" height="366" /></a><p class="wp-caption-text">True Love Never Dies…</p></div>
<p>Interessantes aus meiner Leseliste der vergangenen Wochen: Caschy verlost Technik, Curt Hopkins entdeckt den afrikanischen Punk, Cole Schreiber interpretiert den Zombie-Film neu – und Bertram Gugel findet, dass der Medienwandel auch vor dem Fernsehen nicht Halt macht.</p>
<p><span id="more-2939"></span></p>
<ul>
<li><a href="http://stadt-bremerhaven.de/7-jahre-caschys-blog-verlosung-part-1/">7 Jahre Caschys Blog, Verlosung Part 1</a>: In den letzten Jahren hat sich Caschy mit seinem Blog immer mehr zu einer wichtigen Quelle für Tech-News gemausert. Jüngst wurde seine Netzheimat sieben – und er wartet mit interessanten Preisen auf technikverliebte Leser. Unbedingt mitmachen, es lohnt sich!</li>
<li><a href="http://www.readwriteweb.com/archives/punk_in_africa_three_chords_three_countries_one_re.php?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+readwriteweb+%28ReadWriteWeb%29">Punk in Africa: 3 Chords, 3 Countries, 1 Revolution&#8230; and a Facebook Page</a>: Curt Hopkins schreibt einen sehr interessanten Artikel für das Read Write Web: Punk in Afrika. Ein Thema, das selten genug behandelt wird – hier mit Interviews und spannenden Hörbeispielen.</li>
<li><a href="https://vimeo.com/36290804">„Rest“ von Cole Schreiber</a>: Mögt ihr Zombie-Filme? Ich mag sie, weil sie immer wieder überraschend tiefgängig sind (ja, diese Konsumkritik und so). Mit dem 11-minütigen Kurzfilml „Rest“ gelingt Cole Schreiber eine schöne Neuinterpretation des Genres.</li>
<li><a href="http://www.gugelproductions.de/blog/2012/tv-sender-und-studios-schaffen-sich-ab-alternative-inhalte-besiegeln-ihr-schicksal.html">TV-Sender und Studios schaffen sich ab: alternative Inhalte besiegeln ihr Schicksal</a>: Bertram Gugel über den Medienwandel mit Blick auf das Fernsehen: Klassische Sender setzen auf künstliche Verknappung ihrer Inhalte und fördern damit die Entstehung von Alternativen. Durch einen einfachen Zugang zu ihren Produktionen könnten sie ihre eigene Relevanz deutlich erhöhen.</li>
</ul>
<p><strong>Bildnachweis</strong>: „<a title="Bildquelle" href="http://www.flickr.com/photos/albertyinyang/4041801485/">Bisbane Zombie Walk 2009</a>“ von yinyang, <a title="Lizenz des Bilds" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/deed.de">CC BY NC ND</a></p>
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		<title>Linke Links</title>
		<link>http://jorni.de/2012/03/05/leistungsschutzrecht/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Mar 2012 21:02:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Rohles</dc:creator>
				<category><![CDATA[Feature]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Koalition ist sich einig, dass unbedingt ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger her müsse, das kommerzielle Verlinker zur Kasse bittet. Das ist ein „schwarzer Tag für das Urheberrecht“, und Auswirkungen wird es auch hier geben. Gute Links, böse Links – und viele Fragen Bisher ist das Leistungsschutzrecht wenig mehr als eine Absichtserklärung, doch mit den Ergebnissen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a title="Ergebnisse der Koalitionsrunde (PDF)" href="http://docs.dpaq.de/353-koalitionsrundenergebnisse.pdf">Koalition ist sich einig</a>, dass unbedingt ein Leistungsschutzrecht für Presseverleger her müsse, das kommerzielle Verlinker zur Kasse bittet. Das ist ein „<a title="iRights.info über das Leistungsschutzrecht" href="http://irights.info/blog/arbeit2.0/2012/03/05/schwarzer-tag-fur-das-urheberrecht-boni-fur-presseverlage/">schwarzer Tag für das Urheberrecht</a>“, und Auswirkungen wird es auch hier geben.</p>
<p><span id="more-2966"></span></p>
<h2>Gute Links, böse Links – und viele Fragen</h2>
<p>Bisher ist das Leistungsschutzrecht wenig mehr als eine Absichtserklärung, doch mit den Ergebnissen der Koalitionsrunde dürfte es langsam konkret werden und uns einige spannende Diskussionen bescheren. Im Grunde geht es jedoch hierum:</p>
<blockquote><p>Gewerbliche Anbieter im Netz, wie Suchmaschinenbetreiber und News-Aggregatoren, sollen künftig für die Verbreitung von Presseerzeugnissen (wie Zeitungsartikel) im Internet ein Entgelt an die Verlage zahlen. (<a title="Quelle des Zitats" href="http://docs.dpaq.de/353-koalitionsrundenergebnisse.pdf">Koalitionsrundenergebnis-Papier, 4</a>)</p></blockquote>
<p>Eine <a title="Opalkatze über die Lex Google" href="http://opalkatze.wordpress.com/2012/03/05/lex-google-vulgo-leistungsschutzrecht/">Lex Google</a> also, die Geld von erfolgreichen Netzdiensten in die Kassen der Presseverlage spülen soll, weil sie Links mit Beschreibungstexten setzen. Offen bleibt vorerst, wie viel Geld das sein soll und wie die Verteilung organisiert werden soll – und wer überhaupt davon profitieren darf. Bin ich bald auch Presseverleger?</p>
<div id="attachment_2992" class="wp-caption aligncenter" style="width: 560px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/03/link.jpg"><img class="size-large wp-image-2992" title="Quellcode mit Link" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/03/link-550x201.jpg" alt="Screenshot aus dem HTML meiner Seite" width="550" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Quellcode mit Links – bald ein teures Vergnügen?</p></div>
<p>Und wie werden die Suchmaschinen eigentlich reagieren? Eine <a title="Patrick Breitenbach über das Leistungsschutzrecht" href="http://blog.karlshochschule.de/2012/03/05/wer-hat-angst-vorm-leistungsschutzrecht-niemand-wenn-es-aber-kommt-dann-laufen-wir/">gute Analyse mit drei möglichen Szenarien</a> hat Patrick Breitenbach drüben für die Karlshochschule geschrieben. Schaue ich mir mein eigenes Nutzungsverhalten an, spielen Verlage darin kaum noch eine Rolle. Es ist nämlich nicht die Marke einer Publikation, die mich zum Lesen eines Artikels verleitet, sondern je nach Situation sein Autor (wenn ich seine Arbeit schätze), eine gute Empfehlung (von Menschen, deren Meinung ich schätze) oder – genau dies – eben ein Aggregator wie das hochgeschätzte <a title="Social News Aggregator Rivva" href="http://rivva.de">Rivva</a>. Ob sich ein solcher Aggregator <a title="Leistungsschutzgeld – zuerst gehört von Peter Kröner" href="https://twitter.com/#!/sir_pepe/status/176572116550942720">Leistungsschutzgeld</a> leisten könnte? Oder fliegen Presseverlage jetzt halt aus dem Index raus?</p>
<h2>Man wird ja wohl noch sagen dürfen… oder nicht?</h2>
<p>Noch schwerwiegender finde ich jedoch, wie hier der Austausch von Meinungen behindert wird, und das noch mit Unterstützung aus Teilen der Politik. Zwar <a title="CDU-Pressemitteilung zum Leistungsschutzrecht" href="http://netzpolitik.cdu.de/aktuelles/73-pressemitteilung-vom-05032012.html">beteuern Vertreter aus ebendieser</a>, dass nicht-kommerzielle Links ohne Lizenz erlaubt sein sollen. Wie man jedoch kommerzielle von nicht-kommerziellen Angeboten abgrenzen soll, darüber schweigt man sich fein aus. Wie unterschiedlich solche Wertungen sein können, kann man beispielsweise aus der <a title="Studie von CC: Defining Noncommercial" href="http://wiki.creativecommons.org/Defining_Noncommercial">feinen Studie der Creative Commons</a> zum Thema herauslesen.</p>
<p>Ungeklärt bleibt schließlich auch, ab wann eigentlich das Leistungsschutzrecht greifen soll – geschützt werden sollen nämlich explizit „die redaktionell-technische Festlegung journalistischer Beiträge oder kleiner Teile hiervon“ (<a title="Quelle des Zitats" href="http://docs.dpaq.de/353-koalitionsrundenergebnisse.pdf">PDF mit den Koalitionsrundenergebnissen</a>, 4). Spannend wäre natürlich zu wissen, wie klein kleine Teile hiervon sind. Vollkommen ungeklärt bleibt auch, wie das mit dem Zitatrecht zusammengehen soll, das ja explizit die inhaltliche Auseinandersetzung mit Texten erlaubt. Michael Kretschmer, Netzpolitiker aus der Union, <a title="Pressemitteilung der CDU zum Thema" href="http://netzpolitik.cdu.de/aktuelles/73-pressemitteilung-vom-05032012.html">setzt dem Spektakel dann die Krone auf</a>:</p>
<blockquote><p>Zudem müssen sogenannte „Snippets&#8221; freigestellt bleiben. Diese Teile einer Webseite, die vom Presseverleger extra für Suchmaschinen und Aggregatoren bereitgestellt werden, können nicht vom Leistungsschutzrecht erfasst werden. Andernfalls entstünde das Problem, dass nahezu jeder, der einen Presseartikel mit einem beschreibenden Text verlinken will, eine Lizenz bräuchte.</p></blockquote>
<p>Wie bitte? Soll das also auch noch bedeuten, dass Verleger darüber entscheiden, mit welchem Text auf einen Artikel verlinkt werden darf?</p>
<h2>Ihr erntet, was ihr sät</h2>
<div id="attachment_2989" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><a href="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/03/zelda-link.jpg"><img class="size-medium wp-image-2989" title="Link aus Zelda" src="http://jorni.de/wp-content/uploads/2012/03/zelda-link-225x300.jpg" alt="Computerspielfigur hält ein Buch in die Höhe" width="225" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Dieser Link hält die Presseerzeugnisse noch hoch – hier kann ich es vorerst nicht mehr.</p></div>
<p>Ihr werdet es schon herausgelesen haben: das Leistungsschutzrecht hat eine gewaltige Unsicherheit in mir ausgelöst. Es wird daher hier vorerst <strong>keine Links auf deutsche Verlagsangebote</strong> mehr geben. Vielleicht wird ja irgendwann geklärt, wie sich die Verlage dieses Leistungsschutzrecht konkret vorstellen und inwiefern sie die Mehreinnahmen an ihre Autoren weitergeben – dann kann ich entscheiden, ob ich damit einverstanden bin und entsprechende Leseempfehlungen ausspreche.</p>
<p>Bis dahin sehe ich mich gerne in alternativen Angeboten um und arbeite selbst daran mit, solche Angebote aufzubauen. Wer gerne im Parallelnetz seine eigene Suppe kocht, dem soll man nicht beim Würzen helfen.</p>
<p><strong>Bildnachweis</strong>: „<a title="Quelle des Bilds" href="http://www.flickr.com/photos/cross_stitch_ninja/2128556632/">Link</a>“ von Cross-stitch ninja, <a title="Lizenz des Bilds" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/deed.de">CC BY NC ND</a></p>
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