Beiträge im Dezember 2008

Die folgenden Beiträge sind im Dezember 2008 erschienen.

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Zonezero: Tiefgehende Gedanken zur Fotografie

Datum: 28. Dezember 2008 |  Meinungen: Kommentare deaktiviert für Zonezero: Tiefgehende Gedanken zur Fotografie
Thema: Fotografie & FilmSchlagwörter: , , , , , , ,

Der Fotografieinteressierte findet im Web allerhand Seiten, die sich mit seinem Thema beschäftigen. Dabei fällt jedoch eines auf: die meisten sind ziemlich technikfixiert, vorrangig in Zusammenhang mit Photoshop-HowTos. Dagegen ist eigentlich nichts einzuwenden, allerdings bleiben die kreativen Aspekte dieser Kunst dabei häufig auf der Strecke. Zudem vergisst man leicht, darüber nachzudenken, was diese Kunst eigentlich bedeutet. Wer sich laufend fragt, wie er etwas tun kann, vergisst darüber nachzudenken, was er eigentlich tun will.

Umso schöner ist es dann, wenn man dann ein Online-Fotografie-Magazin findet, das sich genau diese Aspekte auf die Fahne geschrieben hat: Zonezero, verfasst in englisch und spanisch. Pedro Mayer schafft hier mit seinem Team in wenig zeitgemäßer Technik (kein RSS-Feed! komplizierte Navigation! Frames!) immer wieder lesenswerte Beiträge, von denen ich einige Favoriten hier herausstellen möchte.

Any work shown here should have as its most important merit, not how it was done but why. (Editorial von Zonezero) Den ganzen Beitrag lesen »

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Spirit Photography: Die Vorgänger der Ghost Busters

Datum: 13. Dezember 2008 |  Meinungen: 2 Kommentare »
Thema: Fotografie & FilmSchlagwörter: , , , , , ,

Fotografie von William Hope aus dem Archiv des National Media Museums: ein Mann trifft auf den Geist seiner verstorbenen Frau
Fotografie von William Hope aus dem Archiv des National Media Museums: ein Mann trifft auf den Geist seiner verstorbenen Frau

Es ist immer wieder erstaunlich, welche interessanten Blüten man so entdeckt, wenn man sich ein bisschen in der Fotografiegeschichte umsieht. Meine neueste Entdeckung: Spirit Photography. Dabei handelt es sich um eine seltsame Praxis, die Geister auf Film sichtbar machen wollte. Technisch arbeitete man mit Doppelbelichtungen, über die die „Geister“ auf die Fotografie gelegt wurden. Als erster Spirit Photograph gilt William H. Mumler, der schon in den 1860er Jahren mit der Kamera auf Geisterjagd ging. Wer mehr wissen möchte, findet eine interessante Einführung ins Thema bei prairieghost.com. Geisterfotografie hat einen zweispältigen Stand: einerseits handelt es sich eindeutig um manipulierte Bilder, andererseits sollten sie die Existenz von Geistern beweisen und Verbindung zu den Hinterbliebenen schaffen.

Bei den Flickr Commons gibt es eine interessante Sammlung von Geisterphotographien aus dem Archiv des National Media Museum in Bradford, West Yorkshire. Sie wurden gemacht von William Hope (1863-1933), einem Fotografen, der sich ab 1905 der Spirit Photography zuwandte und einen eigenen Geisterfotografen-Kreis gründete. Ein Zitat aus der Beschreibung illustriert eindrucksvoll, wie Geisterfotografen gearbeitet haben:

A woman’s face appears in a ‚misty‘ cloud to the right of the man – identified as that of his deceased first wife. Hope may have already held her photograph in his studio, or he may have asked the man to supply her photograph under the pretence of using the image to contact the spirit world. (Beschreibung des Bilds bei Flickr)

William Hope gilt den einen als wahrer Meister der spirituellen Fotografie, den anderen aber als Scharlatan, der gläubigen Kunden das Geld aus der Tasche ziehen wollte.

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Gibt es einen wissenschaftlichen Film?

Datum: 05. Dezember 2008 |  Meinungen: 8 Kommentare »
Thema: Fotografie & Film, MedienSchlagwörter: , , , , , , , ,

Vor kurzem habe ich mich mit der Frage beschäftigt, ob ein Film in der Lage ist, wissenschaftliches Wissen zu transportieren. Damit meine ich nicht die mehr oder weniger seriösen Wissenschaftssendungen im Fernsehen, die eher zur Popularisierung von wissenschaftlichem Wissen beitragen. Ich meine auch nicht den Film als Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung in der Filmwissenschaft. Vielmehr geht es mir um die Frage, ob der Film einen wissenschaftlichen, kontroversen Sachverhalt angemessen vermitteln kann. Ausgangspunkt war dabei eine noch nicht veröffentlichte Untersuchung, die im Fach Pädagogik an der Universität Trier durchgeführt wurde: ein Vergleich der Vermittlungsmethoden Film und Text im Hinblick auf die Lernwirksamkeit bei der Beschäftigung mit wissenschaftlichem Wissen. Den ganzen Beitrag lesen »