Sortir à Lyon, oui… mais où?

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Sehr bald wird sich die nächste Erasmus-Generation nach Lyon aufmachen, die Bestätigungen müssten in den nächsten Wochen rausgehen. Nach einigen eher vorbereitenden Hinweisen und einer Vorstellung “meines” Viertels Croix Rousse möchte ich nun zwei Empfehlungen geben, wo man unverzichtbare Informationen zum täglichen Leben und zum Ausgehen findet: der Petit Paumé und der Petit Bulletin.

Der Petit Paumé

Ich erinnere mich noch an die Worte meines Vorgängers: “Der Petit Paumé, das wird deine Bibel werden.” Der Petit Paumé ist ein Buch mit verschiedenen Ausgetipps in Lyon und wird jedes Jahr im Oktober verteilt – für lau. Regardez les affiches! Anstehen lohnt sich. Jede Ausgabe ist randvoll gepackt mit Adressen und Telefonnummern: Restaurants, Clubs, Kneipen, Kurse zu verschiedenen Themen, Geschäften… “Petit Paumé” bedeutet in etwa “der kleine Verlassene”, und so versteht sich das Teil als eine Art Kompass durch die Großstadt. Ist natürlich auch irgendwie einfach … Werbung. Aber gute, wenn man mal auf der Suche nach einem schönen Restaurant oder einer Bar ist. Besonders empfehlenswert sind jene Exemplare, die mit einer Empfehlung ausgezeichnet worden. Bisher habe ich schon einige empfohlene Restaurants ausprobiert und wurde noch nie enttäuscht. Im Oktober heißt es also, den Petit Paumé holen. Bis dahin gibt es die Empfehlungen auf der Homepage. Meine Favoriten bisher:

  • Best Bagels Co.: Hammer-Bagels und Hot Dogs für den kleinen Geldbeutel. Es gibt Menüs mit Beilagen (Bagel, Getränk, Tortilla Chips oder Gewürzgurke) in allen möglichen Geschmacksrichtungen. Der Laden ist vollgepackt mit Kram aus den USA (Donuts! Muffins! Ami-Ketchup! Bunte, sausüße Süßigkeiten! Sigmund-Freud-Action-Figuren!), und es gibt einen schönen Saal mit Plätzen – geschätzte 1,70 m unter der Decke, also Köpfe einziehen.
  • La Table de ma Grand-Mère: Ein kleines Restaurant im Vieux Lyon, äußerst günstig (bis etwa 25 € pro Menü). Ich musste die halbe Karte mit meinem Taschenwörterbuch übersetzen, und der Besitzer hat sich schlapp gelacht. Unglaublich, wie viele verschiedene Namen es für nur ein Tier geben kann. Das Essen ist aber unglaublich gut, besonders, wenn man etwas zu feiern hat.

Ich habe eine Karte vorbereitet, auf der ihr die Restaurants finden könnt.

Wo wir grad dabei sind, von Restaurants zu reden: einzelne Gerichte (= “à la carte”) zu essen, ist in Frankreich ziemlich ungewöhnlich, besonders abends. Im Allgemeinen isst man Menüs mit zwei oder drei, mit zu viel Geld in der Tasche auch mal mehr Gängen. Die ultimative Geschmacksexplosion, dazu dann ein schöner Wein. Ich weiß, es ist ein Klischee mit dem guten Essen in Frankreich, aber irgendwie ist schon was dran.

Möglich, dass ich demnächst noch ein paar weitere Empfehlungen geben, auch für Kneipen und kulturellen Angeboten. Vorausgesetzt natürlich, dafür ist Interesse da. Das dann am besten in den Kommentaren bekundet werden sollte. Kleiner Wink mit dem Zaunpfahl.

Der Petit Bulletin

Klingt so ähnlich wie der Petit Paumé, ist aber was anderes, mit einem anderen Konzept. Der Petit Bulletin ist der Veranstaltungskalender von Lyon, jede Woche mittwochs an allerlei Plätzen zu bekommen (z.B. an der Uni). Jede Ausgabe bietet eine Woche Veranstaltungstipps, in verschiedene Kategorien sortiert. Jeden Mittwoch gehe ich also los, um mir die neue Ausgabe zu besorgen, und markiere mir alles, was mich interessiert. Ich glaube, das machen viele Lyoner.

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