Soundtrack (Teil 2)
Seit der ersten Folge sind ein paar Wochen vergangen – wird also höchste Zeit, mal wieder einige meiner aktuellen Lieblingssongs vorzustellen.
1. Former Cell Mates – Hoodwinked
Die Former Cell Mates aus Sunderland sind höchstwahrscheinlich die Band, die ich am häufigsten live gesehen habe, so oft wie sie schon für Die Pia Mater Gonzales aufgetreten sind. Wären sie das nicht, hätte ich sie wahrscheinlich genauso häufig live gesehen, sie rocken nämlich wie Sau. Ihr Album “Hustle” ist ganz großes Kino, aber auch die Songs auf ihrem MySpace-Profil können sich hören lassen: irgendwie schon manchmal fast klassischer Rock, dann aber immer wieder getrieben vom Geist des Punk. Einige Bilder aus ihren Konzerten gibt es auf meinem Flickr-Profil zu sehen.
2. Blumfeld – Eintragung ins Nichts (live)
Es ging letztes Jahr zu Ende, dieses wunderschöne Kapitel deutscher Popmusikgeschichte. Ich kam nie dazu, sie zu sehen, jene Poeten des intelligenten deutschen Pops. Nun kann ich das nicht mehr tun – aber immerhin gibt es beim Bayerischen Rundfunk einen Livemitschnitt. Die Musik? Lyrisch, unaufgeregt, melodisch, verträumt. Und ist Musik nicht immer am schönsten, wenn man sie nur mit Aneinanderreihungen von Adjektiven beschreiben kann, die über jedem Intellekt stehen?
3. Stars – The Night Starts Here
Zeit für etwas Indie-Pop. Es beginnt mit süßlichem Gesang und zirpenden Synthesizern, dann steigt Torquil Campbell ein zum Duett. Als großer Freund der Lyrik muss ich auch noch die Zeile “You name your child after your fear” hervorheben. So einfach, so treffend. Den Song “The Night Starts Here” gibt es bei Spex als Download.
4. A Pack of Wolves – We Lose it All
Zwei Jungs, zwei Computer. Eden am Mac (sehr sympathisch), Francesco am PC (ist auch möglich). Geht direkt vom Ohr in die Beine, ohne Umwege. Irgendwo zwischen Indie, Computerspiel und Casio-Presets-Sound. Trotz allem nicht dumm, und vor allem: rockt. Und wo wir schon mal da sind, können wir uns ja auch gleich die anderen Stücke anhören. Welches ist euer Favorit?
5. Ten:Fifteen – M&Marcus
Entdeckt im Indiefeed Alternative/Modern Rock, einem meiner liebsten Musik-Podcasts, während ich in der Lyoner Bibliothek saß, haben sie mich direkt vor ein größeres Problem gestellt: wie stelle ich es nun an, jetzt hier auf der Stelle abzurocken und trotzdem nicht wegen Ruhestörung belangt zu werden? Musste es dann allerdings doch beim Mit-dem-Kopf-Wippen belassen und zu Hause noch einmal anhören. Was noch für diese Band spricht: sie singen auf Spanisch. Versteht jemand, was? Hilfestellungen bitte in die Kommentare…
6. The Antlers – The Universe is going to Catch You
Wenn ich so einen Soundtrack-Beitrag schreibe, weiß ich vorher nie, was dabei rauskommt. Und so fällt mir nun auf, dass es dieses Mal doch sehr indie-lastig geworden ist. Egal, einer muss noch sein: Peter Silberman alias The Antlers aus Manhattan. Verspieltes Geklimpere über akustischer Gitarre… Dann ein Schlagzeug-Ausbruch… Leise wabernde Synthie-Flächen… Und dann dieser hohe Gesang… Ich liebe es. Auf der Homepage gibt es übrigens neben einigen Songs eine EP zum Download – und das ganze reguläre Album als Stream.
Beim nächsten Mal dann wieder mehr Vielfalt in der Stilrichtung, denke ich.
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